24-Jähriger vor Gericht: Wehrdienst mit Unterbrechung. Untersuchungshaft unterbrach den Dienst in Allentsteig, dann tauchte der Mann unter.

Von Markus Füxl. Erstellt am 31. Juli 2021 (05:56)
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Einbruch, gewerbsmäßiger Betrug, Urkundenunterdrückung, Geldfälschung – die Liste der Delikte, für die der 24-Jährige aus Steyr bereits vor Gericht stand, ist lang. „Ich bin auch schon mal in Untersuchungshaft gesessen“, erklärt der Maschinenführer dem Richter.

Diese unschöne „Unterbrechung“ in seinem Lebenslauf habe ihn jetzt auch vor das Bezirksgericht Zwettl geführt: Die U-Haft unterbrach seinen Grundwehrdienst in Allentsteig. Dann tauchte der Mann zwei Jahre lang unter, wie er selbst sagt: „Es war noch ein Monat offen. Ich habe mich geweigert, bis sie mich geholt haben.“

Mittlerweile kam es zum Sinneswandel: „Durch meine Freundin habe ich den Weg in ein geordnetes Leben geschafft. Seit heuer arbeite ich auch wieder.“ Den Grundwehrdienst schloss er schließlich mit der Wehrdiensterinnerungsmedaille in Bronze ab.

Verfahren endete mit einer Diversion

Eine Vorstrafe sowie eine 20-monatige Freiheitsstrafe, davon 18 Monate bedingt, mit einer Probezeit von drei Jahren hat der Mann bereits ausgefasst.

„Es ist ein Grenzfall bei Ihnen“, sagte der Richter zum 24-Jährigen und bot ihm eine Diversion an: Das Verfahren wird unter eine Probezeit von zwei Jahren vorläufig eingestellt, dazu kommt ein Pauschalkostenbeitrag von 120 Euro. Der 24-Jährige akzeptierte die Diversion.