Radweg soll bis nach Ybbsitz führen. Im Herbst soll die Strecke zwischen Gstadt und Hofstatt geschlossen werden.

Von Leo Lugmayr. Erstellt am 23. Mai 2021 (05:25)
440_0008_8083846_ybb20_ybbstalradwegg.jpg
Künftig soll der Radweg Kleines Ybbstal erst nach der großen Gstadter Brücke abzweigen und auf der Trasse der Ybbstalbahn über Hofstatt direkt nach Ybbsitz führen.
Lugmayr, Lugmayr

Nachdem Touristiker ein Anhalten, wenn nicht sogar eine Steigerung des Radfahrbooms voraussagen, hat es nun die Gemeinde Ybbsitz eilig, die Strecke ihres Radwegs Kleines Ybbstal zwischen Gstadt und Hofstatt zu schließen.

„Tatsächlich haben wir unsere Pläne für den Ausbau der Strecke bereits beim Bund zur Genehmigung und zur Förderung eingereicht“, sagt Bürgermeister Gerhard Lueger. Da derzeit die Strecke zwischen der Gemeindegrenze zu Waidhofen und dem Haus Hofstatt noch über Autostraßen zu überwinden ist, gilt es, diese Strecke mit einem Radwegausbau zu schließen.

Das Nadelöhr ist die große Ybbsbrücke, die sowohl für den Ybbstalradweg als auch für den Radweg ins Kleine Ybbstal zu überwinden ist. Hier soll eventuell ein Radfahrstreifen entstehen. Nach der Brücke wird der Radweg jedenfalls auf die Trasse der ehemaligen Ybbstalbahn geleitet und hinter der Firma Aigner und der Siedlung Steinmühl vorbei, diese Trasse entlang bis zum Gehöft Hofstatt geführt werden.

Von der dort bereits medienwirksam eröffneten Raststelle samt Mostbrunnen bis in den Ybbsitzer Ortskern ist der Radweg bereits realisiert und enthält von der Landjugend in einem Projektwettbewerb hergestellte Buckelbahnen und Geschicklichkeitseinrichtungen.

400.000 Euro für einen Kilometer Radweg

Für die Herstellung des ein Kilometer langen Radwegstücks gibt es zwar bereits Pläne, aber noch keine endgültigen Kostenberechnungen. „Nach ersten Schätzungen gehen wir von Baukosten von rund 400.000 Euro aus“, sagt Lueger.

Er erwartet sich vom Radweg Kleines Ybbstal ein dauerhaftes Ansteigen der Zahl der Ausflugsgäste im Ybbsitzer Ortskern und damit ein Signal, das die Ybbsitzer Gastronomie nach der Pandemie-bedingten Hungerstrecke dringend bräuchte.