Stadionstraße: Wald statt Parkplatz?. Grünen wollen statt dem Parkplatz neben der Merkurcity ein Wäldchen pflanzen. Bürgermeister erteilt eine Absage.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 10. Juni 2021 (13:00)
gruene-baume
Die Grünen fordern hier Bäume statt Beton: Michael Diller-Hnelozub, Tanja Windbüchler-Souschill, Anneliese Weichart und Selina Prünster.
Schranz

Aus Beton soll ein Wäldchen werden: Diesen Vorschlag machen jetzt die Grünen. Konkret geht es um den Parkplatz vis a vis der Merkurcity. Sie sehen die Baumpflanzungen als Ersatz für die Rodung zwischen Stadionstraße und Fischabach.

„Durch den Umbau des Kreisverkehrs Giltschwertgasse kommt es ohnehin zu einer großräumigen Umgestaltung. Da liegt es nahe, dass dieses Areal gleich neu gedacht wird,“ sagt Grünen-Klubobfrau Selina Prünster. „Durch diese neue Begrünung kann die Bodenbilanz unserer schnell wachsenden Stadt ein Stück verbessert werden,“ erklärt Stadträtin Tanja Windbüchler-Souschill.

Die neue Grünfläche hätte eine Größe von mindestens 6.000 m² und wäre ein klares und wirksames Signal für den Klimaschutz, meint Gemeinderat Michael Diller-Hnelozub: „Ein Stadtteil, das in den nächsten Jahren um über 600 Wohnungen und weit über 1.000 Personen wächst, kann jeden Zentimeter Grünraum, Schatten und Frischluft gebrauchen. Außerdem wäre die neue Grünoase auch ein wertvoller Lebensort für Tiere! Mit der Entsiegelung des Eisstockplatzes kann also auf ganzer Länge an Lebensqualität gewonnen werden,“ betont Diller-Hnelozub.

SPÖ-Umweltstadtrat Norbert Horvath wird sich prinzipiell über jede Boden-Entsiegelung freuen: „Mittelfristig werden wir in der Stadt nicht drum herumkommen, verbaute Flächen wieder zu begrünen, wenn wir in dem Bereich etwas bewegen wollen. Man muss sich aber überlegen wo es Sinn macht.“

Keine positiven Signale kommen von ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger: „Die Verwendung als Wald ist nicht vorgesehen.“