Naturpark Hohe Wand: Noch mehr Parkplätze?. Ein Stück Wald beim Skywalk wurde gerodet. Nachbarn befürchten, dass weiterer Parkplatz geplant ist. Gespräche mit Anrainern erst bei Genehmigung.

Von Doris Damböck. Erstellt am 10. Juli 2021 (03:29)
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Im Naturpark werden größere Flächen Wald abgerodet. Sollen dort weitere Parkplätze entstehen?
zVg, zVg

Die Wogen gehen weiterhin hoch: Wieder wurde eine größere Fläche Wald auf der Hohen Wand gerodet. Diesmal handelt es sich um ein Privatgrundstück im Karl-Michalek-Weg nahe dem Skywalk. Nachbarn und Anrainer befürchten, dass auch hier neue Parkplätze des Naturparks entstehen sollen.

Nachdem bereits neben dem Naturparkstüberl eine große Fläche Wald gerodet worden ist, wo 80 zusätzliche Parkplätze geschaffen werden, ist es laut Nachbarin Rosmarin Frauendorfer nur naheliegend, dass beim Skywalk ebenfalls neue Parkplätze entstehen sollen. Bei einem Gespräch mit dem Grundstücksbesitzer, habe dieser ihr gegenüber erklärt, die Fläche an den Naturpark verkaufen zu wollen. Auf Anfrage der NÖN wollte sich der Mann aber zu dem Thema nicht äußern, meinte nur zur Rodung der vielen Bäume: „Ich hab viel Schadholz gehabt.“

Heidi Reich ist ehemalige Anrainerin und startete vor einigen Wochen die Online-Petition „Stopp dem Massentourismus auf die Hohe Wand“. Aktuell wurde diese 633 Mal unterschrieben, davon waren 106 Unterschriften aus der Gemeinde. Reich sagt, dass es nach dem NÖ Forstgesetz verboten sei, einen Wald zu roden, und nur unter besonderen Bedingungen erlaubt sei.

„Der Grundstückseigentümer hat die Baumstämme so schnell weggeräumt, dass wir keine Zeit hatten, diese auf Schäden zu kontrollieren.“ Alles werde im stillen Kämmerlein gemacht. Das sieht auch Frauendorfer so: „Jeder weiß, dass etwas Großes entsteht, aber keiner sagt etwas dazu.“ ÖVP-Bürgermeister Josef Laferl beruhigt an dieser Stelle: „Noch ist nichts entschieden. Es handelt sich um ein laufendes Verfahren, bei dem erst alles rechtlich abgeklärt werden muss.“

Erst wenn eine Entscheidung da sei, könne man den nächsten Schritt setzen. Dann soll es auch Gespräche zwischen Anrainern und Naturparkverein geben. Das bestätigt auch Naturpark-Obmann Thomas Luf: „Wenn es soweit ist, werden wir uns mit den Anrainern zusammensetzen.“