Buddha wurde durch Marienstatue ersetzt. Nicht schlecht staunte Wirt Franz Neumüller, als statt seinem Buddha plötzlich eine Marienstatue im Gastgarten stand.

Von Franz Stangl. Erstellt am 22. Juli 2021 (05:02)
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Gastwirt Franz Neumüller mit der Marienstatue.
Franz Stangl, Franz Stangl

Mit einem ungewöhnlichen „Diebstahl“ beschäftigt sich zurzeit die Polizeiinspektion Wiesmath. Dem Kaltenberger Gastwirt Franz Neumüller war nämlich eine Buddhastatue aus dem Gastgarten entwendet worden. Allerdings nicht ersatzlos – statt des Buddhas stand danach eine Marienstatue auf diesem Platz...

Buddah verschwand plötzlich am Ruhetag

Der Gastwirt hatte sich diese Statue – inspiriert durch mehrmalige Besuche in Nepal – gekauft und vor der Tür zum Gastgarten aufgestellt. Am Montag, den 12. Juli, stand die Figur noch an ihrem ursprünglichen Platz: „Wir hatten Ruhetag, da sah ich sie um 10 Uhr noch stehen, am Abend war sie dann weg.“ Statt dem – vermutlich aus Beton gegossenen – Buddha stand danach eine doppelt so große, aus Lindenholz geschnitzte Marienstatue dort. Ihr Wert beträgt ein Mehrfaches der mitgenommenen Beute.

Franz Neumüller sieht hier einen Zusammenhang mit einer Eintragung im Buch beim Haupteingang der Wallfahrtskirche. Hier bekundet ein Besucher in einer ganzseitigen Eintragung sein Missfallen, dass er in einem Gasthaus in der Nähe eine Buddhastatue stehen sah.

Die Polizeiinspektion Wiesmath muss sich jetzt mit dem skurrilen Fall auseinandersetzen: „Das ist auch für uns ein ganz ungewöhnlicher Fall. Grundsätzlich gilt es als Diebstahl, weil auch wenn ich etwas hinstelle, darf ich einen Gegenstand, der nicht mir gehört, nicht einfach wegnehmen. Eine Sachverhaltsdarstellung wird von uns jedenfalls an die Staatsanwaltschaft übermittelt.“ Ob es dann als Diebstahl gewertet wird, ist noch nicht klar: „Denn der Bereicherungsvorsatz fehlt“, heißt es seitens der Exekutive.