Nachhaltige Energie-Zukunft in Pfaffenschlag zu sehen. W.E.B Windenergie zeigt im Rahmen des Leuchtturmprojekts „Österreich 2040“ vor, wie man mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen nachhaltig eine Firma betreiben kann.

Von Michael Schwab. Erstellt am 17. Juni 2021 (03:59)
440_0008_8103502_wai24ruw_WEB_Besuch_1
Vor dem 590 kWh-Batteriespeicher der W.E.B: Vorstandsvorsitzender Frank Dumeier, die Grüne Wirtschaftssprecherin und Nationalratsabgeordnete Elisabeth Götze, die Grüne Landtagsabgeordnete Silvia Moser, Finanzvorstand Michael Trcka und der Grüne Nationalratsabgeordnete Martin Litschauer. 
Michael Schwab

Wie man mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen nachhaltig eine Firma – und in Zukunft auch Privathäuser betreiben kann, zeigt die W.E.B Windenergie an ihrem Hauptsitz in Pfaffenschlag im Rahmen des Leuchtturmprojekts „Österreich 2040“ vor.

Die Wirtschaftssprecherin der Grünen im Parlament, Elisabeth Götze, stattete der W.E.B im Rahmen der „InNÖvation-Tour“ durch Niederösterreich einen Besuch ab, um sich das vor Ort anzusehen. Die wichtigsten Elemente des Projekts sind eine Photovoltaikanlage mit 750 kWp und ein Batteriespeicher auf Lithium-Eisenphosphat-Basis mit einer Kapazität von 590 Kilowattstunden. Dort werden der am Tag erzeugte Solarstrom sowie der aus dem Netz bezogene Strom zwischengespeichert, um ihn später in Zeiten von Spitzenlasten verbrauchen zu können – etwa zum Laden der Elektroautos der Mitarbeiter, was sich allein mit dem 100 Kilowatt-Netzanschluss nicht ausgehen würde.

45 Ladepunkte hat die W.E.B. derzeit mit einem Lastmanagement in Betrieb, 50 Mitarbeiter fahren mittlerweile elektrisch. Das Gebäude in Pfaffenschlag wird mittels Wärmepumpe geheizt und im Sommer mit kühlem Grundwasser gekühlt.

Sommerwärme wird gespeichert. „Wir bringen auf diese Weise im Sommer Wärme in die Erde ein, die wir im Winter wieder zur Heizung mit der Wärmepumpe herausholen können“, erläuterte Vorstandsvorsitzender Frank Dumeier einen Nebeneffekt der durchdachten Energie-Strategie. Die in Pfaffenschlag getroffenen Maßnahmen seien auch auf Haushalte übertragbar, insbesondere auch in Verbindung mit E-Autos, deren Akkus in Zukunft auch als Zwischenspeicher genutzt werden können sollen.