Runder Tisch: Konstruktive Gespräche im Rathaus. Wie angekündigt wurde am Mittwoch im Rathaus Waidhofen an der Thaya ein „Runder Tisch“ mit Vertretern aller politischen Fraktionen abgehalten. Thema war der weitere Umgang mit den Problemen zwischen Politik und Verwaltung, mit dem Ziel, mögliche Lösungswege zu besprechen.

Von Michael Schwab. Erstellt am 30. Juli 2021 (07:22)
Rathaus Gemeinderat Waidhofen an der Thaya Symbolbild
Das Rathaus Waidhofen an der Thaya (Symbolbild)
Ramharter

„Die Atmosphäre war sehr gut, es waren konstruktive Gespräche. Wir sind jetzt einen Schritt weiter gekommen, und konnten uns auf eine Vorgehensweise einigen, die für alle Parteien gangbar ist und wo alle dahinterstehen“, fasst Bürgermeister Josef Ramharter (ÖVP) zusammen.

Details, wie diese Vorgehensweise aussehen soll, will er nicht nennen. „Wir haben Stillschweigen vereinbart, da diese Gespräche zum Teil sensible persönliche Details der Mitarbeiter betreffen“, stellt Ramharter klar.

Wir hatten über den Runden Tisch vorab berichtet:

Ein Detail kann er jedoch schon nennen: Ein Teil der Maßnahmen soll die Verbesserung der Organisationsstrukturen sein. Dazu wurde schon vor längerer Zeit vom Kommunalberater Walter Wosner ein Projekt entwickelt, das Ramharter jetzt wieder aufgreifen will.

„Es geht darum, die Arbeitsabläufe auf der Gemeinde zu verbessern. Ich werde mit den Mitarbeitern und Abteilungen Gespräche führen und alle Beteiligten einbinden, damit etwaige Veränderungen einvernehmlich geschehen. Es soll nicht von oben herab etwas diktiert werden“, erklärt Ramharter.

Er habe in den vergangenen Wochen gemerkt, dass die Motivation und Zufriedenheit der Rathausmitarbeiter deutlich gestiegen sei. Ramharter versucht, möglichst nahe am Puls der Mitarbeiter zu sein.

„Wenn ich Unterschriften brauche, dann gehe ich persönlich zu den Leuten. Dabei ergeben sich immer wieder interessante und hilfreiche Gespräche. So erfährt man, wo der Schuh drückt – wenn man als Bürgermeister nur sporadisch im Amt ist oder den Kontakt vermeidet, behalten die Mitarbeiter ihre Probleme für sich, und man erfährt nie etwas davon, und kann folglich auch nichts dagegen unternehmen“, schildert Ramharter seinen Weg.

Er möchte jetzt auch mit den Wirtschaftshof-Mitarbeitern Einzelgespräche führen, so wie er es auch im Rathaus getan hat. Auch mit den derzeit im Krankenstand befindlichen Mitarbeitern will Ramharter reden, sobald es möglich ist.

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