Kapelle in Radl strahlt mit Sonne um Wette. Das Projekt ist nun abgeschlossen: Die Gemeinde hat die Außenhülle sanieren lassen.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 24. Juli 2021 (04:45)
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Bewundern die Kapelle, die auf einer Anhöhe mitten in Radl steht (vorne, v.l.): Helga Steinhauer, Bastian und Rosina Rieder, (hinten, v.l.) Bürgermeister Hermann Wistrcil, Gerti und Anton Müllner sowie Johann Rieder. Die Außenrenovierung ist mittlerweile abgeschlossen.
Karin Widhalm

„Sie ist schön geworden“, lächelt Rosina Rieder. Und das kann Helga Steinbauer nur bestätigen, immerhin sieht sie die Dorfkapelle jeden Tag von ihrem Haus aus. Das Gotteshaus in Radl der Gemeinde Ludweis-Aigen zeigt sich äußerlich erneuert. „Beim Innenbereich müssen wir uns noch die Kosten ansehen“, erklärt Bürgermeister Hermann Wistrcil. Die Bewohner warten das noch ab, bevor sie zum großen Putz antreten.

Die letzte Renovierung liegt jedenfalls geschätzte 35 Jahre zurück. Die Fassade mit Putz und Sockel sowie die Fenster und das Dach mitsamt Dachrinne wurden saniert. Die Erneuerung finanziert die Gemeinde als Eigentümerin, die Kosten haben sich auf circa 40.000 Euro erhöht: „Das Dach war schlechter als gedacht und die Dachrinne war komplett kaputt“, erklärt der Bürgermeister. Die Kosten für die Baumeister-Arbeiten seien zudem gestiegen.

Messen finden dort keine statt, nur mehr Betstunden. Die Kapelle wird aber mit einem tragischen Ereignis in Verbindung gebracht: Josef Helmreich kippte beim Gottesdienst am 13. April 1987 während des Schlusssegens plötzlich um – und verstarb. Er war der letzte Pfarrer, der regelmäßig Messen in Radl abgehalten hatte.