Tullnerfeld – mehr als ein Bahnhof. 12 Gemeinden intensivieren Zusammenarbeit, u.a. mit Tafeln bei Einfahrten, neuer Homepage und Social-Media-Kampagne.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 29. Juli 2021 (11:39)
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Obmann Bernhard Heinreichsberger, Barbara Kadlec (Firma KreativKopf), Ursula Brosen-Mimmler (NÖ Regional GmbH) und Obmannstellvertreter Gerald Höchtel präsentieren die neuen Tafeln des Vereins, die künftig viele Einfahrten in die Region Tullnerfeld zieren werden.
Peischl, Peischl

Der Verein Region Tullnerfeld setzt neue Aktivitäten. Präsentiert wurden die Vorhaben passenderweise in der Genussmeisterei in Heiligeneich. „Das ist ein Ort der regionalen Vernetzung und des regionalen Genusses“, erklärt Barbara Kadlec, die in der Region für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, „im März 2020 kam uns noch der Lockdown dazwischen, aber jetzt können wir auch hier durchstarten.“

Das ist auch das Stichwort für Regionsobmann Bernhard Heinreichsberger: „Wir wollen zeigen, dass die Region Tullnerfeld mehr ist, als nur ein Bahnhof. Wir wollen die Innovationskraft vor der Haustüre nützen, dabei soll aber der ländliche Charakter erhalten werden. Das Tullnerfeld soll das Tullnerfeld bleiben, eine Region, in der man die Leute kennt, aber auch Neues zulässt.“ Vom „ökofreundlichsten Atomkraftwerk der Welt“ bis zu einer großen Bandbreite in der Lebensmittelproduktion habe die Region eine enorme Vielfalt zu bieten. „Und die wollen wir sichtbar machen“, sagt Heinreichsberger. Erstes Zeichen dafür werden neue Tafeln, die an verschiedenen Einfahrten in die Region aufgestellt werden.

Demnächst wird die Website ( www.regiontullnerfeld.com ) online gehen, wo z.B. unter „Tullnerfeld persönlich“ jeden Monat eine Persönlichkeit aus der Region vorgestellt wird. Auf Social Media wird mittels Fotorahmen die Möglichkeit geboten, sich als Tullnerfelderin oder Tullnerfelder mit der Region zu identifizieren. Ein Imagefilm wird alle zwölf Gemeinden der Kleinregion vorstellen und auch ein Schulprojekt ist in Arbeit.

„Wir wollen Bewusstsein für die Region schaffen. Dazu gehören auch Gespräche mit Zuzüglern“, erklärt Obmannstellvertreter Gerald Höchtel. So habe er am Riederberg schon in überraschte Gesichter geblickt, als er Neu-Sieghartskirchnern erklärte, dass sie eben nicht zur Gemeinde Gablitz gehören.

Unterstützt wird der Verein von der NÖ Regional GmbH. „Gemeinsam kann man einfach ganz andere Projekte umsetzen als alleine“, sagt auch Regionalberaterin Ursula Brosen-Mimmler. Erfolgreich umgesetzt werde die Zusammenarbeit bereits in der Verwaltungsgemeinschaft Tullnerfeld, aber auch in den Bereichen Bürgerservice, Freizeit, Tourismus oder auch Raumordnung. „Das ist ein breites Feld. Die Kooperationen reichen bis hin zur Mobilitätsberatung und zu EU-Themen“, erklärt Brosen-Mimmler.