Im Rausch am Steuer: Motorradfahrer schwer verletzt. Eine 23-Jährige aus Wien fuhr betrunken Auto und verletzte einen Gablitzer Motorradfahrer schwer: Geldstrafe und Bewährung.

Von Stefanie Marek. Erstellt am 02. August 2021 (05:55)
Sieben Terrorverdächtige müssen sich vor Gericht verantworten
Symbolbild
APA (Archiv)

Ein Blick nach links, ein Blick nach rechts, das Auto rollt über die Kreuzung. Vollbremsung – doch zu spät: Der Motorradfahrer liegt schon auf der Straße.

Am Vormittag nach einer Geburtstagsparty in Sieghartskirchen wollte eine 23-Jährige zurück nach Wien fahren. Bis um vier Uhr früh habe sie gefeiert, Wodka und Wein getrunken, und ging dann schlafen. Sie habe sich nach dem Aufstehen ausgenüchtert gefühlt. Beim Alkoholtest nach dem Unfall an einer Kreuzung „Am Einsiedl-berg“ auf der B1 hatte sie jedoch noch 1,4 Promille im Blut. Mit ihr saß eine zweite Frau im Auto, die zurück nach Wien wollte.

Vor Gericht bekennt sich die Angeklagte schuldig. Ihre Stimme zuerst gefasst und höflich, bricht am Ende der Verhandlung immer wieder weg: „Ich will mich zutiefst bei Ihnen entschuldigen. Ich hoffe sie können mir verzeihen“, sagt sie mit Tränen in den Augen zu dem Motorradfahrer. Die Verletzungen des 60-Jährigen durch den Unfall: Vier gebrochene Rippen, ein gebrochenes Schulterblatt und ein Meniskusriss. Der Gablitzer nickt kräftig und geht nach der Verhandlung zu ihr, um kurz mit ihr zu reden.

Das Urteil: Fünf Monate auf Bewährung mit dreijähriger Probezeit sowie eine unbedingte Geldstrafe von 1.200 Euro. Die 23-Jährige nimmt das Urteil sofort an. In der Urteilsbegründung bezeichnet der Richter es als massive Dummheit, dass sie so viel trank, obwohl sie schon am Vorabend wusste, dass sie am nächsten Tag fahren wird. Dass sie nach wenigen Metern einen Unfall baute, sei kein Wunder gewesen. Er habe jedoch am Geständnis gemerkt: Sie bereut die Sache. Bisher hatte sie auch keine Verkehrsübertretungen oder Vorstrafen. Die Privatbeteiligtenvertreterin fordert zusätzlich 10.000 Euro Schmerzensgeld für den Gablitzer. Das will der Verteidiger anerkennen. Aus Versicherungsgründen werden dem Gablitzer vorerst 500 Euro zugesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.