Medaillen als Impuls für Sportvereine in Tulln. In Japan wird um Gold, Silber und Bronze gekämpft. Der olympische Gedanke kommt in Sportvereinen zum Tragen.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 04. August 2021 (04:00)
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Markus, Sandra und David mit Obmann Josef Ruthner beim Bogenschießen.
Urbanitsch

„Dabei sein ist alles“, ist das Motto der Mitglieder der Tullner Sportvereine. Dass vielleicht die bereits erworbenen Medaillen der österreichischen Sportler dazu beitragen, einen Boom in den Sportvereinen auszulösen, sieht der Obmann der Sportunion Tulln Johannes Blauensteiner gelassen, denn das Interesse am Sport ist generell groß. „Wir passen unsere Kurse jährlich den aktuellen Trends und sportwissenschaftlichen Erkenntnissen an. Somit sind bei uns alle Kurse sehr gut besucht. Besonders gefragt ist jedoch das Coretraining, wo wir wöchentlich zwischen 50 und 70 Teilnehmer begrüßen können.“

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Die Mitglieder der Sportunion Tulln beim Training im Aubad.
privat

In der Sportunion wird eifrig an einem Kursprogramm-Neustart im September gearbeitet. „Vor allem die Bewegung der Kinder hat in der Pandemie extrem gelitten. Deshalb wollen wir gerade für Kinder ein breites Spektrum an Kursen anbieten.“

Dem Cycle Team Tulln bringen die Spiele aktuell nicht wirklich einen größeren Zulauf, „vielleicht aber in nächster Zeit“, überlegt Cycle Team Obmann Manfred Mörtl. „Ich befürchte aber, dass die Goldmedaille im Damen-Radrennen von den Radsportverantwortlichen in Österreich nur wenig genutzt wird, um den Radsport in Österreich einen neuen Impuls zu geben.“ Mörtl wünscht sich, dass zumindest der Frauen-Radsport mehr an Bedeutung gewinnt. „Hier sehe ich persönlich extrem großes Potential, das zeigen unsere Zahlen im Verein, ein Drittel unserer Mitglieder sind Frauen.“

„Ich befürchte aber, dass die Goldmedaille im Damen-Radrennen von den Radsportverantwortlichen in Österreich nur wenig genutzt wird, um den Radsport in Österreich einen neuen Impuls zu geben.“

Randsportarten wie zum Beispiel Bogenschießen „sind halt nicht so spektakulär, aber dabei wird Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Geschicklichkeit verlangt“, weiß Obmann Josef Ruthner. Im Bogensportverein Diana sind zurzeit in Niederösterreich 160 Mitglieder (25 in Tulln) aktiv.

Klettern ist zum ersten Mal bei Olympia als Sportart vertreten und „das wird diesem beliebten Sport noch mehr Aufmerksamkeit bringen. Eine durchaus realistische österreichischen Medaille würde das nochmals verstärken“, ist sich Alpenreferent und Übungsleiter Wolfgang Wimmer sicher.

Heftig diskutiert wurde über die erst 13-jährige Olympiasiegerin aus Japan. Dazu Manfred Mörtl: „Ein Alterslimit sollte man sicher diskutieren, 13 Jahre finde ich persönlich schon sehr extrem, auch wenn es Skateboard ist und diese Sportart schon von Kindern in noch jüngerem Alter teilweise perfekt beherrscht wird. Es geht dabei aber nicht immer um die körperlichen Belastungen, sondern auch um den Druck, die psychischen Herausforderungen welche so eine Veranstaltung wie Olympia mit sich bringen.“

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