Die Natur bewusst erleben. Gemeinsam mit Erich Kucs möchte die Gemeinde den Himbergern die heimische Tier- und Pflanzenwelt näherbringen. Dafür wurde bereits ein Beobachtungsstand errichtet.

Erstellt am 14. Juni 2021 (14:37) – Anzeige
Natur
Vizebürgermeister Richard Payer, Biologe Erich Kucs, Biologe Otmar Grossauer und Bürgermeister Ernst Wendl bei der Informationstafel und den Vogelbeobachtungsstrand bei den "Teichlüssen".
Ing. Walter Karlik

Die Marktgemeinde Himberg verfügt über einen einzigartigen Naturraum, der bei vielen Himbergern sehr beliebt ist. Die malerischen Felder und Wiesen auf den Schadenteichgründen zwischen Krautgarten, Gutenhof und Kalter Gang werden gerne und oft für Spaziergänge, zum Laufen und Radfahren oder einfach nur zum Rasten auf einem gemütlichen Bankerl am Wegesrand genutzt. Die Gegend ist mit ihren einzigartigen Vögeln, Schmetterlingen und Pflanzen – die teilweise vom Aussterben bedroht sind – außerdem ein sogenanntes Europa-Schutzgebiet.

mapo Schmieröl
Werbung

Bürgermeister Ernst Wendl zog den Himberger Biologen Erich Kucs zu einer Arbeitsgruppe hinzu, um Maßnahmen zu erarbeiten, die dieses wertvolle Gebiet für die Bevölkerung zugänglich machen sollen. Die Idee eines Beobachtungsstandes samt umfangreicher Informationstafel wurde bereits umgesetzt und von der Schlosserei Wöss kostenlos errichtet. Grundeigentümer Jan Wünsche war mit der Errichtung einverstanden. Der Vogelbeobachtungsstand wurde vom Wirtschaftshof der Marktgemeinde Himberg verkleidet und es wurden Kletterpflanzen gesetzt, sodass sich dieser nach dem Bewuchs der Pflanzen besser in die Natur einfügt und die Naturbeobachter von den Tieren weniger wahrgenommen und die Tiere weniger gestört fühlen.


Beobachten und schützen


Gut versteckt und durch ein Dach vor Regen geschützt, können Naturbegeisterte ab sofort die perfekte Aussicht über diese grüne Oase genießen. Bürgermeister Ernst Wendl erklärt: „Wir wollen einerseits unseren Schulen ermöglichen, Projektarbeiten durchzuführen. Andererseits soll allen Menschen das richtige Verhalten in der Natur vor Augen geführt werden, um die Kleintiere vor Schaden zu bewahren.“ Dass das dringend notwendig ist, zeigt das Beispiel der Kiebitze, wie Ernst Wendl weiß: „Leider ist der Kiebitz bereits eine bedrohte Tierart. Unter Anleitung von ‚Birdlife Österreich‘ wurden die Gelege schon 2019 für die Landwirte markiert, damit die Küken groß genug werden können, um selbstständig vor den landwirtschaftlichen Maschinen zu fliehen. Ich bin überzeugt, dass wir mit der Unterstützung von Biologen dafür sorgen können, dass jeder Einzelne vom Spaziergang in der Natur profitieren und diese bewusster erleben kann.“