Theatersommer-Kritik: Die drei Musketiere. Königsdramen? Kann er. Gesellschaftskritiken? Kann er. Und Mantel- & Degen-Schinken? Kann er auch. Und wie!

Von Michaela Fleck. Erstellt am 28. Juli 2021 (04:53)
Stürmisch: Angelo Konzett (D’Artagnan) und Glena Weber (Constance) in Mödling. 
Stürmisch: Angelo Konzett (D’Artagnan) und Glena Weber (Constance) in Mödling. 
Fleck

Denn wenn Bruno Max in seinem ersten „Schöffelstadtspektakel“ vor der grandiosen Kulisse der Mödlinger Modeschule die Degen klirren, die Herzen fliegen, die Kardinäle morden und die Könige tanzen lässt, dann bleibt kein Auge trocken (vor Lachen).

Und dann kommt man gar nicht nach, mit dem Schauen und Staunen, über die „Tapfersten der Tapfersten“, „live“ aus dem 17. Jahrhundert. Jung und heftig: D’Artagnan (Angelo Konzett), verwegen und versoffen: Athos, Porthos und Aramis, schön und grausam: Milady De Winter (Eszter Hollósi), eitel und gerissen: Richelieu (Hermann J. Kogler), verrückt verträumt: König Louis (Randolf Destaller).

Fazit: Ein prächtiges Spektakel zwischen Mäntel, Degen, Mut und Ehre. Unbedingt anschauen!