Grafenegg-Kritik: Sommernachtsgala. Vergangenes Jahr gab’s keine. Heuer wurde dafür doppelt gefeiert: Geburtstag (von Grafeneggs Wolkenturm), Premiere (von Lichtkünstler Markus Neustetter) und noch ein Debüt: von Sopranistin Rachel Willis-Sørensen.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 16. Juni 2021 (00:40)
Wolkenturm zum Finale
Mit dem „Feuervogel“ im – und am – Wolkenturm zum Finale statt dem obligaten Feuerwerk im Park eröffnete die Sommernachtsgala vergangenen Freitag die Sommersaison 2021 in Grafenegg.
ORF / Thomas Jantzen

Die sang Webers Agathe so süß wie eine Nachtigall, die sang Verdis Leonora so leidenschaftlich wie ein Mezzo, und die sang Lehárs „Giuditta“ so verlockend, dass man sie gleich küssen wollte, diese „Lippen“.

Riesig besetzt und bestens disponiert NÖs Tonkünstler-Orchester, glänzend gelaunt Chefdirigent Yutaka Sado, der bei Gershwins „Cuban Overture“ gleich mittanzte, sehnsuchtsvoll Pianist Rudolf Buchbinder mit Schumanns a-moll-Konzert.

Und: Märchenhaft die (digitalen) Pusteblumen und Feuervögel, die da über den Wolkenturm flogen.

Fazit: Eine märchenhafte Gala mit einer verlockenden Sopranistin.