Der Fußball und das teuflische Geld. Sein Werk zur gerade gestarteten Fußball-Europameisterschaft zeigte Josef Friedrich Sochurek. Darin geht es noch mehr um Gier und Macht als um das Spiel. Eine Präsentation auch mit einem Schreckmoment: Der Künstler brach zusammen. Hilfe war aber zur Stelle, Sochureks Zustand ist stabil.

Von Max Steiner. Erstellt am 13. Juni 2021 (20:55)

Wenige Minuten, bevor in Rom der Fußball und auch der Rubel bei der Europameisterschaft rollte, präsentierte Künstler Josef Friedrich Sochurek seine scharfen Blick auf den europäischen Großevent. Money, Money nennt sich die Installation. Über 60 druckfrischen grünen 100-Euro-Noten thront der Fußball, gehüllt in 500er. Rundherum schleicht als Symbol eine Mephisto-Bronze. "Geld und Macht haben mittlerweile größere Bedeutung als das Spiel selbst", analysierte Sochurek das Geschäft. Unterstützung bei der Umsetzung bekam er von der Sparkasse NÖ Mitte West, für die Bestärkung dankte er Norbert und Susanne Chovanec.

Spannende Diskussionen vor dem Anpfiff in Rom sollten folgen. Der Abend endete mit den Worten von Sochurek allerdings plötzlich mit einem Zusammenbruch. Hilfe war jedoch zur Stelle. Der Künstler wurde ins Krankenhaus gebracht, sein Zustand ist laut Familie aber stabil.