Windschutzscheibe mit bloßer Hand zerschlagen. Cannabis und laute Musik als Auslöser für Nachbarschaftsstreit.

Von Alexander Kortan. Update am 21. Juni 2021 (15:16)
Kaputte Windschutzscheibe Symbolbild
Kaputte Windschutzscheibe Symbolbild
shutterstock/Roman Zaiets

Im Stadtteil Spratzern geriet am Mittwochabend ein Wortwechsel unter Nachbarn völlig außer Kontrolle. Nachdem zwei Männer in ihrer Wohnung Cannabis konsumierten und dazu sehr laut Musik hörten, beschwerte sich ein Nachbar bei ihnen und forderte die jungen Männer dazu auf, den Musikpegel zu senken.

Nachdem diese die Wohnung verließen und mit dem Auto wegfahren wollten, ließ der verärgerte Anwohner nach wie vor nicht locker und begleitete die zwei Störenfriede nach draußen zu ihrem Wagen. Als der Fahrer mit dem Auto wegfahren wollte, erfasste er beinahe den wütenden Nachbarn, worauf dieser völlig die Fassung verlor. Der 39-jährige Mann schlug mit bloßer Hand auf die Windschutzscheibe des Wagens ein und zwar mit solcher Wucht, dass diese zerbrach.

Die Polizei erstatte Anzeige gegen einen der zwei jungen Männer wegen Verstoß gegen das Suchtmittelgesetz und wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Der Wutnachbar bekam eine Anzeige wegen Sachbeschädigung.

„Wollte mich niederfahren“

Christoph Ehrenberger ist jener Mann, der im Zuge der Auseinandersetzung die Windschutzscheibe seines Kontrahenten zerschlagen haben soll. Er meldete sich in der NÖN-Redaktion und betonte, „dass sein Nachbarn versuchte, ihn niederzufahren.“ Dabei sei er auf die Scheibe gestürzt.“ Auf die Windschutzscheibe mutwillig eingeschlagen haben, will er nicht. Deswegen sei er, so seine Schilderung, bislang auch nicht angezeigt worden.