Bürger-Meinung ist in Stattersdorf gefragt. Verkehrssituation auf der Stattersdorfer Hauptstraße: Planungsbüro arbeitete auf Basis der Wünsche der Bürger verschiedene Varianten aus.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 22. Juli 2021 (04:04)
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Erste Planungsvarianten sind fertig, jetzt können Bürger noch bis Freitag, 30. Juli, ihre Ideen bekannt geben.
privat, privat

60 Bürger und Bürgerinnen brachten im Herbst im Rahmen der Bürgerbeteiligung in Stattersdorf ihre Ideen für die Verbesserung der Verkehrssituation auf der Stattersdorfer Hauptstraße Höhe Karl-Maisel-Straße ein. Mit dem Feedback als Basis entwickelte das St. Pöltner Planungsbüro Zieritz und Partner ZT GmbH vier Varianten. Laut Stadt konnte keine der Varianten alle Wünsche auf einmal erfüllen: „Manche tragen mehr zur Verkehrslösung bei als andere, andere Varianten haben dafür partiell bessere Lösungen.“

Die Wünsche der Bevölkerung reichten von einem Kreisverkehr rund um den Platz über eine Beleuchtung des Schutzweges bis hin zu der Wiederbelebung des Marktes. Kostengünstig und laut Zieritz und Partner einfach realisierbar ist eine Variante mit der Führung des Dorfplatzes als Einbahnsystem sowie einer Vorziehung des Gehsteigs zur Sichtverbesserung auf die Stattersdorfer Hauptstraße nach Norden, diese soll leicht nach Osten verschwenkt werden. Bei dieser Variante gehe nur wenig von den Grünflächen am Dorfplatz verloren, welche demnach also weiter genutzt werden können.

Die zweite Variante ist der ersten sehr ähnlich. Jedoch setzt das Planungsteam auf die Führung der Karl-Maisel-Straße als Einbahn Richtung Westen. Eine Ausfahrt auf die Stattersdorfer Hauptstraße ist dann nicht mehr möglich.

Eine weitere Variante sieht eine Begegnungszone am Dorfplatz vor. Die Stattersdorfer Hauptstraße bleibt unangetastet. Die Ein- und Ausfahrt ist nur noch im nördlichen Bereich der Manderlagasse möglich. Eine Begegnungszone auf der Hauptstraße wurde laut Planungsbüro aus fachlichen Gründen verworfen, etwa weil zu wenig Fußgänger unterwegs seien. In dieser Variante werden nur wenige Bürgerwünsche umgesetzt.

Verworfen wurde auch eine Variante mit einem Kreisverkehr, weil diese viel Fremdgrund beanspruchen würde, der der Stadt nicht zur Verfügung steht.

Anregungen noch bis Ende Juli einsenden

Der Beteiligungsprozess geht in die nächste Runde. Noch bis Freitag, 30. Juli, können Anregungen zu den Varianten an das Planungsbüro gerichtet werden. Dieses interessiert sich für die favorisierte Variante und die Gründe dafür. Meinungen können per Mail an office@zp-zt.at mit dem Betreff „Stattersdorf“ und per Post an Zieritz + Partner, Europaplatz 7 geschickt werden.