2. Liga: Steht Trainer Schriebl vor Ablöse?. Horn-Coach Alexander Schriebl soll nach dem letzten Spiel abgelöst werden. Verein gibt sich bedeckt.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 19. Mai 2021 (03:10)
Horn-Coach Alexander Schriebl soll nach dem letzten Spiel abgelöst werden.
Blick nach vorne. Horn hinterfragt nach dieser Saison „alles“ – und somit auch den Trainer. Foto: Stöger
Stöger

2019 wurde Horn Vorletzter, blieb aufgrund günstiger Gegebenheiten aber in der 2. Liga. Für Trainer Kurt Jusits ertönte dennoch der Schlusspfiff. Nun droht Alexander Schriebl dasselbe Schicksal. Horn kann zwar nicht absteigen, liegt eine Runde vor Schluss aber an der letzten Tabellenstelle. Selbst mit einem Sieg über Amstetten könnte Horn nicht mehr die, vorm Saisonstart definierte, Abstiegszone verlassen …

Ablöse bereits fix?

Zuletzt mehrten sich die Stimmen, dass eine Trennung von Trainer Alexander Schriebl quasi längst beschlossene Sache sei. Erst im März wurde der Vertrag des Salzburgers, der Ende Oktober Hans Kleer ablöste, vorzeitig um zwei Jahre verlängert. Die NÖN wollte von Horn-Geschäftsführer Andreas Zinkel wissen, was an den Ablöse-Gerüchten von Schriebl dran sei: „Dass nach so einer „Seuchensaison“ alles hinterfragt wird, liegt in der Natur der Sache. Zum jetzigen Zeitpunkt hat Alexander Schriebl einen laufenden Vertrag. Mehr ist im Moment nicht dazu zu sagen.“ Rückendeckung sieht anders aus …


Vor allem im Frühjahr agierte Horn oft ideen- und planlos. Danach kam‘s auch noch zu einem internen Eklat, als vier Spieler (Patrik Eler, Simon Pirkl, Lucas Scholl und Fabian Vyhnalek) sowie Co-Trainer Genadi Petrov suspendiert wurden. Und zwar aus „sportlichen Gründen“ und nach einer „Entscheidung des Trainers“. Eine Negativserie mit neun Niederlagen in zehn Spielen schwemmte Horn ans Tabellenende. Zuletzt gab‘s mit Siegen gegen den FAC und Kapfenberg wieder ein kurzes Aufflackern, gegen Aufstiegsaspirant Klagenfurt setzte es aber eine 0:4-Niederlage.

Am Abstellgleis

Bei den jüngsten Spielen nicht mehr mit dabei war der Brasilianer Patrick. „Er ist verletzt“, sagt Geschäftsführer Zinkel. Dass der Offensiv-Spieler aber keine Zukunft mehr in Horn hat, bestätigt Zinkel: „Er spielt in den Planungen für nächste Saison keine Rolle.“ Der 23-Jährige kam im Februar 2020 nach Horn, absolvierte 22 Liga-Spiele und erzielte drei Treffer.


Das letzte Spiel

Am Sonntag geht die letzte Runde der 2. Liga-Saison über die Bühne. Während es im Kampf um den Relegationsplatz noch ein spannendes Fernduell zwischen Innsbruck und Klagenfurt gibt, geht‘s am Tabellenende nur noch um die Endplatzierung. Und für Horn darum, vielleicht doch noch den letzten Rang abzugeben.


„Für den Verein wäre das sehr wichtig. Nach den Entwicklungen in den letzten zwei Wochen sehe ich die Möglichkeit eines Sieges gegen Amstetten gegeben“, ist Zinkel optimistisch. „Eine Rangverbesserung liegt allerdings nicht mehr in unserer Hand, deswegen müssen wir abwarten. Faktum ist, dass wir sportlich hinter unseren Erwartungen zurückliegen. Mit zwei Siegen mehr wären wir in der Tabelle allerdings um Platz zehn herum – das hätten wir schon schaffen müssen.“

Fans wieder dabei

Erstmals seit dem Herbst, seit dem Spiel am 26. Oktober gegen Vorwärts Steyr (0:0) sind am Sonntag (17 Uhr) wieder Zuseher in der Sparkasse Horn Arena erlaubt.

Was dabei zu beachten ist? „Wir warten noch auf den Bescheid der Behörde. Grundsätzlich müssen die Abstände eingehalten werden, Maskenpflicht im Stadion sowie eine der ‚3G-Richtlinien‘ (geimpft, getestet, genesen) erfüllt sein“, sagt Andreas Zinkel.