Erstellt am 17. Juni 2014, 23:59

von David Aichinger

Weissenböcks Zukunft offen. Head-Coach von Stefan Weissenböck in Bamberg beurlaubt. Bedeutet das auch sein Aus?

Nach vier Meistertiteln und drei Cupsiegen in den vergangenen vier Jahren gab‘s in Bamberg heuer lange Gesichter. Der Seriensieger im deutschen Basketball flog im Playoff-Viertelfinale aus der Bundesliga und blieb damit erstmals seit dem Jahr 2009 ohne Titel. Ein Umstand, der Headcoach Chris Fleming Ende Mai seinen Job kostete. Der 42-jährige US-Amerikaner war 2008 nach „Freak City“ gewechselt und wurde dort zum erfolgreichsten Trainer der Klubgeschichte. Nach der titellosen Saison wurde er nun aber von seinen Aufgaben entbunden.

Das wiederum versetzt auch einen Mistelbacher in Alarmbereitschaft

Stefan Weissenböck, Bruder von Mistelbach-Coach Martin Weissenböck, begleitete Fleming vom ersten Tag an als einer von zwei Co-Trainern. Was das Aus des Head-Coaches für ihn selbst bedeutet, weiß Weissenböck noch nicht. Weder mit dem 40-Jährigen, noch mit seinem Kollegen Arne Woltmann, wurde seitens des Vereins bisher gesprochen.

„Ich kann nur sagen, dass ich noch zwei Jahre Vertrag habe und diesen auch erfüllen möchte“, beteuert der Mistelbacher Trainer-Export. Bevor der Verein einen neuen Headcoach gefunden hat, rechnet Weissenböck nicht mit einer Entscheidung: „Der wird dann sagen müssen, ob er uns will oder nicht.“

Rein sportlich will der 40-Jährige jedenfalls nichts von einer Horrorsaison wissen

„Unsere Ziele haben wir nicht erreicht, das stimmt. Trotzdem war die Saison solide bis erfolgreich. Im Viertelfinale haben wir zwei Spiele verschenkt, und auch in der Euroleague haben wir die Top-16 nur knapp verpasst. Die letzten Jahre waren wir eben um ein paar Prozent besser. Der Unterschied ist gering.“

Kurzfristig sind nun Heimaturlaub in Mistelbach und sein „Pro Skills Camp“ Ende Juni in Bamberg angesagt. Weissenböck bietet Basketballprofis ein mehrtägiges Individualtraining, und freut über wachsenden Zuspruch: „Es gibt auch genügend internationale Spieler, die kommen wollen. Die laufen mir fast die Bude ein (schmunzelt).“