Neujahrskonzert mit doppeltem Abstand. Am 18. Juni findet das diesjährige Neujahrskonzert „Neujahrsabstand“ mit Verspätung und einiger Distanz in Purkersdorf statt.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 13. Juni 2021 (03:25)
440_0008_8096438_pur23pur_neujahrskonzert_mayrhofer_c_el.jpg
Normalerweise herrschen bei den finalen Proben zum Neujahrskonzert niedrige Temperaturen, dieses Mal kann Peter Mayrhofer vom Quintett „Quinternio“ die Stücke noch einmal bei frühsommerlichen Temperaturen proben.
Elise Madl, Elise Madl

17 Monate musste das Bläserquintett „Quinternio“ pausieren, nächste Woche ist es soweit: Das lang ersehnte Neujahrskonzert mit dem klingenden Titel „Neujahrsabstand“ kann endlich stattfinden. Im Foyer der Österreichischen Bundesforste werden die fünf Musiker das Publikum mit klassischer Musik verzaubern. Die NÖN sprach vorab mit Peter Mayrhofer, Oboist und Geschäftsführer des Ensembles, über den bevorstehenden Auftritt und persönliche Erlebnisse in der Wienerwaldstadt.

Bereits zum zwölften Mal gastiert „Quinternio“ zum Klassikkonzert in Purkersdorf. „Das erste Mal haben wir 2009 hier gespielt. Das Lustige: Das war bisher das einzige Neujahrskonzert, das nicht im Jänner, sondern Ende Februar stattgefunden hat“, erzählt Mayrhofer.

Unter besonderen Umständen – etwa mit viel Abstand – geht das Konzert nächsten Freitag über die Bühne. Der Titel wurde dabei ganz bewusst ausgesucht. „Eigentlich war der Titel wegen des Abstands, den wir alle einhalten müssen, gewählt. Jetzt ist noch eine zweite Bedeutung dazugekommen, nämlich der Abstand zu Neujahr und dem ursprünglichen Konzert-Termin“, schildert der Oboist.

Vielfältiges Programm und Anekdoten

Trotz Verspätung darf sich das Publikum auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Es wird nicht nur Stücke von Vivaldi, Strauss, Mozart und Bruckner zu hören geben, sondern auch eine Hommage an Freddie Mercury und Queen. Abgerundet wird das Programm mit lustigen Anekdoten und Geschichten zu den Stücken.

Auch Mayrhofer selbst kann von einer Anekdote aus Purkersdorf berichten. „Wir haben bei einem Konzert die Pizzicato-Polka gespielt (Pizzicato ist eine Spielweise auf Streichinstrumenten, Anm.). Ein Zuschauer ist dann nach dem Konzert zu uns gekommen und hat gemeint, dass die Pizzicato-Polka ohne Streicher eigentlich gar nicht geht. Es hat ihm dann aber so gut gefallen, dass er gemeint hat, die Streicher seien dafür eigentlich gar nicht notwendig.“

Trotz aller Schwierigkeiten rund um die Pandemie freuen sich die fünf Musiker, nach 17 Monaten endlich wieder spielen zu dürfen. „Ein ganz besonderer Dank gilt dabei Elise Madl und der Stadtgemeinde Purkersdorf für die Durchführung des Konzerts“, sagt Mayrhofer.