Wechsel bei der Stadt-ÖVP. Tweraser noch bis Stadtparteitag an Spitze der ÖVP in Pressbaum, danach soll Bürgermeister Obmann werden.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 12. Juni 2021 (03:27)
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Thomas Tweraser bleibt weiterhin Stadtrat und Obmann der JVP Pressbaum.
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Die Gerüchteküche brodelte bereits, der NÖN wurde es jetzt bestätigt: Bis zum Stadtparteitag, der diesen Monat stattfinden wird, bleibt Thomas Tweraser noch geschäftsführender Stadtparteiobmann der ÖVP Pressbaum. Danach soll diese Funktion Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner übernehmen.

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Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner soll ÖVP-Obmann werden.
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Der Wechsel war laut dem Stadtrat und Obmann der JVP Pressbaum aber nicht überraschend. „Ich habe diese Funktion von Irene Heise übernommen, die das Amt im Herbst 2019 zurückgelegt hat. Ich habe die Funktion des Obmanns quasi für die Zeit während der Gemeinderatswahl ausgeübt und das Amt bis jetzt innegehabt. Jetzt möchte das Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner übernehmen“, erklärt Tweraser im Gespräch mit der NÖN.

" Jetzt möchte das Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner übernehmen“

Auf die Zeit als geschäftsführender Stadtparteiobmann blickt Tweraser positiv zurück. „Es war eine spannende und intensive Zeit. Wahlzeit bedeutet immer, dass besonders viel gearbeitet wird und besonders viele Aufgaben in dieser Funktion liegen. Ich habe das sehr gerne gemacht und mich auch sehr gerne für unsere Partei eingesetzt“, sagt der scheidende geschäftsführende Stadtparteiobmann und setzt fort: „Ich glaube, wir haben einen furiosen Wahlkampf hingelegt und die Ziele, die wir uns gesteckt haben, im Großen und Ganzen erfüllt.“ Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner bestätigt, dass er als Obmann für die Wahl am Stadtparteitag vorgeschlagen wird. Er betont aber auch, dass Tweraser nicht gewählt, sondern als Nachfolger ausgewählt wurde.

„Thomas Tweraser war geschäftsführender Stadtparteiobmann, nicht Stadtparteiobmann und hat die Funktion von Irene Heiser übertragen bekommen, weil sie weggezogen ist.“

Wahl wurde wegen Pandemie verschoben

Eigentlich hätte bereits vor einem Jahr ein neuer Stadtparteiobmann gewählt werden sollen, aufgrund der Corona-Pandemie musste dies aber verschoben werden. „Wir haben uns bei der Nachfolge von Heise deshalb für die Delegiertenwahl entschieden. Eine zweite Möglichkeit wäre die Urnenwahl gewesen. Diese lehnten wir aber ab, weil für uns zu dem Zeitpunkt die Delegiertenwahl die sicherste Variante war – vor allem in Hinblick auf die Corona-Pandemie“, erklärt der Bürgermeister weiter.

Bezogen auf die Wahl des neuen Stadtparteiobmanns, welcher künftig Schmidl-Haberleitner selbst sein solle, antwortete er: „Es hat Gespräche gegeben, wie wir das weiter gestalten werden. In der Regel ist es aber so, dass die Funktion des Bürgermeisters mit jener des Gemeindeparteiobmanns zusammengelegt wird, weil das leichter zu handhaben ist.“