Mühlenrad in der Loich dreht sich wieder. Am hölzernen Kammrad waren einige Zähne abgebrochen. Die Instandsetzung benötigte einen Experten.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 19. Juni 2021 (03:47)
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Bürgermeister Anton Grubner begutachtete mit Ehrenobmann Franz Schweiger und Obmann Thomas Schweiger vom Kultur- und Heimatverein (von links) die sanierte Loicher Mühle im Innen- und Außenbereich. Das Mühlenrad im Getriebe wurde neu eingestellt.
Gemeinde Loich, Gemeinde Loich

Eine Mühle ohne funktionierendem Rad ist wie ein Auto mit defektem Motor. Und genau dieses Problem trat in der historischen Mühle in Loich auf. Das hölzerne Kammrad war kaputt. Ein Experte musste dringend her. Auf Empfehlung von Ernst Kinninger, Projektleiter der Filmchronisten, wurden die Gemeinde und der Kultur- und Heimatverein auf Restaurateur Andreas Scheinast aufmerksam. Mit ihm und seinen Kollegen war das perfekte Team zur Mühlenerneuerung gefunden.

„Am hölzernen Kammrad waren mehrere Zähne abgebrochen. Diese mussten ersetzt werden“, berichtet dieser. Das Getriebe war überdies nicht ideal positioniert. „Das Zahnrad hat blockiert, das Mühlenwerk war beschädigt“, erklärt er. Bei der Reparatur musste die Gebäudekonstruktion gehoben und stabilisiert werden.

Verein kümmert sich seit 35 Jahren um Mühle

29 Zähne ersetzte Scheinast aus Eschenholz; das Zahnrad ist aus Lärche und Eiche. Zwei Tage war er vor Ort, die Teile bereitete Scheinast bereits in der Werkstätte vor.

Er empfiehlt, dass weiter Erdreich im Mühlradbereich abgetragen wird, denn so erreicht man, dass die Zähne vor Schimmel geschützt sind. „Vor 35 Jahren haben wir die Mühle übernommen und in mühevoller Arbeit saniert. Zielsetzung ist es, dass die alten Traditionen für die Nachwelt erhalten bleiben“, sagt Franz Schweiger, Ehrenobmann des Loicher Kultur- und Heimatvereins. Dieser kümmert sich mit seinen Mitgliedern, darunter auch Hannes Schweiger, Wilhelm Nestelberger und Leopold Seeland, um die Instandhaltung. Vereinsobmann Thomas Schweiger freut sich, dass die Mühle wieder einsatzbereit ist. „Bald werden wir Leute zum Schaumahlen einladen“, kündigt er an. Zufrieden ist auch Bürgermeister Anton Grubner: „Es ist hervorragend, dass sich der Verein um die Erhaltung dieses Kulturgutes sorgt.“