Staatssekretär zu Gast: Wo Flugzeuge fit gemacht werden. Ob tägliche und wöchentliche Funktionschecks oder umfangreiche Inspektionen: Für die technische Fitness der AUA-Maschinen sind zu einem Großteil die Mitarbeiter der Werft in Wien-Schwechat verantwortlich. Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) stattete dabei auch der betrieblichen Lehrwerkstätte einen Besuch ab.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 03. August 2021 (18:52)
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Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) stattete der Werft in Wien-Schwechat und Francesco Sciortino, COO der AUA, einen Besuch ab.
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Hinter der Luftfahrtbranche liegen harte Zeiten: Ein großer Teil der weltweit rund 25.000 Verkehrsflugzeuge musste Corona-bedingt plötzlich am Boden verharren – nun geht es, auch für die führende heimische Fluggesellschaft, schön langsam wieder bergauf. Von den insgesamt 73 Maschinen der AUA waren per Ende Juli wieder 46 Mittel- und sieben Langstreckenflugzeuge im Einsatz. Ob Corona oder nicht – ein Großteil der technischen Wartungsarbeiten erfolgt in der Werft am Flughafen Wien-Schwechat, dem Staatssekretär Magnus Brunner am Dienstagnachmittag einen Besuch abstattete.

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Blick ins Cockpit: Staatssekretär Magnus Brunner (links) und COO Francesco Sciortino (rechts).
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Hilfe durch Drohnen-Technologie

Überzeugen konnte sich der ÖVP-Politiker bei dem Besuch unter anderem von innovativer Drohnen-Technologie, die seit 2019 bei der technischen Überprüfung von Flugzeugen zum Einsatz kommt. Konkret wurden die Drohnen vom französischen Start-Up-Unternehmen „Donecle“ entwickelt – mithilfe modernster Lasertechnologie wird die Maschine auf Lack- und Strukturschäden überprüft. „Dabei wird jede kleine Beule am Flugzeug dokumentiert“, erklärt Francesco Sciortino, Mitglied des AUA-Vorstandes, beim Rundgang gegenüber NÖN.at. Aktuell befinde man sich noch in einer Testphase – doch schon jetzt stelle die Innovation eine Arbeitserleichterung für die Techniker dar. „Die Drohnen-Technologie unterstützt uns dabei, unsere hohen Standards und die technische Zuverlässigkeit der Austrian Airlines Flotte weiterhin sicherzustellen“, so Sciortino.

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Francesco Sciortino, Chief Operating Officer der AUA, und Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) überzeugten sich von der Arbeit der Drohnen.
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Aktuell 34 Lehrlinge am Standort

Abseits dessen erhielt der Staatssekretär auch einen Einblick in die Lehrwerkstätte. Aktuell werden bei der AUA 34 Lehrlinge in den Berufen Mechatronik, Luftfahrzeugtechnik sowie im Verwaltungsbereich als Bürokauffrau oder –mann ausgebildet. Die Luftfahrzeugtechniker-Ausbildung ist auch mit Matura kombinierbar und dauert dreieinhalb Jahre. Primär bildet die AUA für den Eigenbedarf aus.

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In der Austrian Airlines Technik sind insgesamt rund 850 Personen beschäftigt.
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Staatssekretär Brunner zeigte sich davon überzeugt, dass das Team der Flugzeugwartung professionelle Arbeit leiste: „Die AUA-Technik ist ein wesentlicher Faktor für Sicherheit in der Luftfahrt, Wertschöpfung und Innovation.“

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In der Werft der AUA am Flughafen Wien-Schwechat wird für die technische Fitness der Flugzeuge gesorgt.
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