Ortschefinnen beklagen mangelnde soziale Absicherung. Die heimischen Bürgermeisterinnen sehen zu einem überwiegenden Teil Mängel bei der sozialen Absicherung im Amt. Nur 24 Prozent sind in dieser Hinsicht zufrieden, geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Gemeindebundes unter knapp 100 befragten Bürgermeisterinnen hervor.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 29. Juli 2021 (11:19)
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Als größte Herausforderung in den Gemeinden wird seitens der Ortschefs das Thema Finanzen betrachtet, so der Gemeindebund in einer Aussendung.

Die Umfrage wurde anlässlich des anstehenden 14. Bürgermeisterinnentreffens durchgeführt, das von 1. bis 3. August in der Gemeinde St. Anton an der Jeßnitz (Niederösterreich, Bezirk Scheibbs) stattfindet, wir hatten berichtet:

Die soziale Absicherung (Regelungen zu Gehaltsfortzahlung, Arbeitslosenversicherung, Pensionsversicherung und Karenz) beurteilten 32 Prozent als "wenig zufriedenstellend", 44 Prozent als "gar nicht zufriedenstellend". Über 80 Prozent wünschen sich eine Karenzregelung für das Amt. Die knappe Mehrheit (52 Prozent) übt das Amt nebenberuflich aus, 48 Prozent hauptberuflich.

Neben dem Thema Finanzen nannten die Bürgermeister auch den hohen bürokratischen Aufwand sowie die Themen Bauordnung und Wohnraumschaffung als größte Herausforderungen. Eine sehr große Belastung für die Bürgermeisterinnen stellt außerdem das Thema Haftungen dar: Knapp drei Viertel fühlen sich durch das "Damoklesschwert Haftung" stark bis sehr stark beunruhigt, so der Gemeindebund.

(Informationen zum Bürgermeisterinnentreffen sind unter https://buergermeisterinnen.eu abrufbar)