"Bäuerliches Wirtschaften muss sich auch rechnen". Die Landwirtschaftskammer NÖ fordert, dass in der EU-Agrarpolitik Biodiversität und Produktivität beim bäuerlichen Wirtschaften „in keinem Widerspruch“ stehen dürfen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 27. April 2021 (07:52)
Vollversammlung der Landwirtschaftskammer NÖ
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Leiterin der Abteilung Agrarrecht im Amt der NÖ Landesregierung Susanne Gyenge, Landwirtschaftskammer NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager, Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsident Lorenz Mayr, Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsidentin Andrea Wagner
LK NÖ/Eva Lechner

Die Vereinbarkeit von Produktivität und Biodiversität beim bäuerlichen Wirtschaften stand im Fokus der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer NÖ (LK-NÖ).

Bei der Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU ab 2023 sei es wichtig, dass „die Praxistauglichkeit des Agrarumweltprogrammes erhalten bleibt und dass Biodiversität und Produktivität nicht im Widerspruch stehen. Alles andere würde die Versorgungssicherheit in unserem Land aufs Spiel setzen“, sagt Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer.

Neben Direktzahlungen als Sicherheit für die bäuerlichen Betriebe ermögliche ein modulares Agrarumweltprogramm die nötigen Anreize für zusätzliche Investitionen in Umweltleistungen. Das Österreichische Umweltprogramm (seit 1995) sei ein Beispiel für so ein funktioniertes System.

Auch LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont, wie wichtig die Selbstversorgung mit Lebensmitteln für Österreich und Europa sei. „Die Landwirtschaft ist nicht nur systemrelevant, sie ist relevant für das Überleben“, sagt Pernkopf.

Außerdem pocht die Kammer auf eine rasche Umsetzung der gesetzlich verpflichteten Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln. „Es liegt nun am neuen Gesundheitsminister, die im Regierungsprogramm vereinbarte gesetzliche Herkunftskennzeichnung zügig umzusetzen“, sagt Schmuckenschlager.