Operettenfestspiele: Prinzen, Frösche und ein „Spaß“. 25 sind die Operettenfestspiele in Schloss Haindorf bei Langenlois heuer. Und ihr neuer Intendant feiert ab 28. Juli endlich Einstand – mit ganz viel „Lebensfreude“.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 22. Juli 2021 (05:54)
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Der Intendant als „Frosch“: Christoph Wagner-Trenkwitz in Langenlois.
Palffy, Palffy

„Das wird ein Spaß“, lacht der Intendant. Und meint das durchaus ernst. Denn seine „Fledermaus“, mit der Christoph Wagner-Trenkwitz heuer endlich Premiere feiern kann, wird nicht nur „gut“, sondern eine „schöne, flotte, lustige Show“.

Für die hat der Volksopern-Dramaturg, Opernball-Kommentator, Radio-Gestalter und Festspiel-Intendant (in Langenlois seit Herbst 2019) Johann Strauss’ „Fest- und Feieroperette“ für das Schloss Haindorf quasi „neu erfunden“: Dialoge gekürzt, eine fahrbare (Bühnen-) Maske bauen lassen (von Eduard Neversal) und ein Ensemble engagiert, das sich auch noch gut versteht. Cornelia Horak singt die Rosalinde, Erwin Belakowitsch (beide auch schon in der „Lustigen Witwe“ in Haindorf bejubelt) gibt den Eisenstein, Hedwig Ritter ist eine „ganz junge“ Adele. Und der Prinz Orlofsky ist „diesmal keine Hosenrolle, sondern ein echter Heldentenor“, nämlich Roman Sadnik.

Und den Frosch? Den spielt der Intendant. „Ich glaube, ich kann’s!“ Schließlich gehe es ja nicht „um eine große Tenorpartie, das kann ich nicht.“ Und schließlich hat Christoph Wagner-Trenkwitz, der den Haager Theatersommer vier Jahre lang leitete und in Langenlois zuletzt 2019 auf der Bühne stand, schon einmal den „Frosch“ gespielt, „das war am Rhein, in Bonn, im März 2020 – aber da blieb es bei der Premiere!“

Was er sich für die Premiere im Schloss Haindorf („das ist wunderschön, aber nicht unbedingt leicht zu bespielen“) wünscht? „Natürlich soll das Wetter passen“, denn das werde immer dem Intendanten vorgeworfen. Und: Dass sich die Leute „hineinfallen lassen“ und „wir ihnen Freude geben und Angst nehmen“. Das sei gerade jetzt die Aufgabe von Sommerfestivals, so Wagner-Trenkwitz. Und das gelinge besonders mit „einem oder zwei Glaserl Wein…“

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