Khadem-Missagh: „Humor & Musik halten uns zusammen“. Vahid Khadem-Missagh, Geiger, Dirigent & Festivalleiter, sprach mit Michaela Fleck über erste Töne, enge Freunde und feste Anker.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. Juni 2021 (05:25)
Vahid Khadem-Missagh, Geiger, Dirigent & Festivalleiter. Foto: Pewal
Pewal

NÖN: Gerade haben Sie das Festivalprogramm für die 43. Ausgabe von Allegro Vivo, Niederösterreichs größtem Kammermusikfestival, vorgestellt. Wie wird die denn?

Humoresque! Ich habe lange überlegt, welches Leitthema wir heuer nehmen sollen. Und es gibt gerade jetzt eines, das uns wie ein Anker hält: der Humor.

Bei „Humoresque“ denkt man in der Klassik ja gleich einmal an Dvořák. Und natürlich an Mozart. Wer fehlt da noch?

Tatsächlich wird unser erster Ton im Eröffnungskonzert auch von Dvořák sein. Und mit Mozart enden wir. Aber dazwischen gibt es noch Kreisler und Zemlinsky, Piazzolla und Pirchner. Und wie immer ein zeitgenössisches Auftragswerk, das kommt dieses Jahr von Georg Breinschmid und ist eine Sinfonia Concertante für Violine, Bass und Streichorchester.

Von 6. August bis 19. September wird heuer im Waldviertel musiziert. Und das Programm schaut (fast) so dicht aus wie immer.

Es sind um die 40 Konzerte, das ist wirklich viel! Und wir haben heuer im Vergleich zum Vorjahr auch wieder mehr Spielorte, wir sind erstmals im Loisium in Langenlois, wir sind wieder in Altpölla, in Greillenstein. Und in Horn gehen wir mit dem Open Space wieder in die Innenstadt. Das ist auch für die Region unglaublich wichtig!

Wer steht heuer auf Ihrer Gästeliste?

Ganz viele! Georg Breinschmid natürlich, der war immer wieder zu Gast und ist ein enger Freund. Aber auch Elisabeth Leonskaja kommt wieder, Nicolas Ofczarek, mit dem wir im Kunsthaus Horn unsere Gala mit der Academia Allegro Vivo und Wiener Humor von Grünbaum bis Artmann feiern. Thomas Gansch kommt nach Rapottenstein. Und Andrea Eckert kommt mit der „Geschichte vom Soldaten“ nach Raabs.

„Laut gelacht“, „burlesk“ getanzt und „musikalisch gelächelt“ wird heuer auch. Hilft das, gerade in oder nach Krisenzeiten?

Unbedingt! Die Menschen dürsten danach! Und gerade die Kammermusik ist ja das Symbol für das menschliche Zusammenkommen… www.allegro-vivo.at