Jeder zweite NÖ-Schüler hat soziale Probleme. Landesschülervertretung wollte wissen, wie Jugendliche durch die Corona-Situation kommen. Demzufolge wurden insgesamt 2.284 NÖ-Schüler befragt. 51 Prozent von ihnen gaben an, durch die Corona-Maßnahmen verstärkt soziale Probleme zu haben. Zudem kämpfen 44 Prozent der befragten Jugendlichen mit ihren schulischen Leistungen. Jeder dritte hatte sogar Suizidgedanken.

Von Ondrej Svatos. Erstellt am 22. März 2021 (10:16)
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Symbolbild
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Online-Unterricht, Social Distancing oder Zukunftsunsicherheit. Das sind ein paar Beispiele von Hürden, die die NÖ-Schüler während der Corona-Pandemie bewältigen müssen. Spurlos geht diese enorme Belastung an den Schülern nicht vorrüber.

Das zeigt eine Umfrage, die die Landesschülervertretung durchführte. Zwar handelt es sich dabei um keine wissenschaftliche Erhebung, aber ein Stimmungsbild unter den Jugendlichen. Befragt wurden 2.284 Schüler, zu einem großen Teil Schüler der Oberstufe. 

Mehr als die Hälfte der befragten Schüler gab an, Probleme in ihrem sozialen Umfeld zu haben. Besonders alarmierend: Schon jeder dritte Schüler dachte einmal an Selbstmord. Ein kostenloses Angebot eines Schulpsychologen lehnen trotzdem 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen ab. Viele begründen dieses Vorgehen damit, dass sie sich bei einem Besuch eines Schulpsychologen nicht wohl finden würden.

Die Landesschülervertretung Niederösterreich legt das ganze Jahr über einen Fokus auf die psychische Gesundheit der NÖ-Schüler. “Durch unsere Umfrage wollten wir unsere Vermutungen belegen, dass das psychische Wohlbefinden der Schülerschaft stark unter den derzeitigen Bedingungen leidet. Anhand der Ergebnisse kann man nun auch erkennen, welche Ausmaße es angenommen hat.” sagt AHS-Landesschülervertreter Maximilian Pils.