Neuartiges Liftsystem bei „Wexl Trails“ im Einsatz. Vertreter der Erlebnisarena St. Corona sowie „ecoplus“, der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, präsentierten gemeinsam mit Gemeindevertretern aus St. Corona am Wechsel, Kirchberg, Feistritz und Otterthal, den neu erbauten Schlepplift zur Beförderung von Mountainbikern. Investiert wurden in den Lift rund 1,2 Millionen Euro, zum Einsatz soll er ganzjährig kommen.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 17. Juni 2021 (20:58)

Im Jahr 2016 fiel der Startschuss für die „Wexl Trails“ in St. Corona am Wechsel – mit heute, Donnerstag, wurde in der Erlebnisarena ein weiterer Meilenstein gesetzt: Erstmals wurde der im Herbst letzten Jahres neu erbaute Schlepplift im Sommer in Betrieb gesetzt – und das mit einem neuartigen Liftsystem.

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Manfred Gruber (Erlebnisarena), ÖVP-Bürgermeister Karl Mayerhofer (Otterthal), geschäftsführender ÖVP-Gemeinderat Josef List (Feistritz am Wechsel), Simon Hanl (Geschäftsführer „easyLOOPsystem“), Traildesigner Philipp Wiedhofer, ÖVP-Bürgermeister Michael Gruber (St. Corona am Wechsel), ÖVP-Bürgermeister Willibald Fuchs (Kirchberg), Ellis Gugerell (Erlebnisarena) sowie Ralf Eisenhut (NÖ Bergbahnen Beteiligungs GmbH/ecoplus).
Usercontent, Philipp Grabner

Denn statt mit dem T-Bügel eines gewöhnlichen Schleppliftes wird mit dem neuen „easyLOOPsystem“ gearbeitet: Konkret besteht das System aus einer Bügelstange, die an den Seilzug der Schlepplift-Gehänge montiert wird und einer Textil-Schaufel, die am Vorbau des Fahrrades eingehängt wird. Während der Bergauf-Fahrt müssen nur die Hände am Lenker und die Füße auf den Pedalen bleiben – der Rest erledigt sich von selbst.

Entwickelt wurde das neuartige System von Simon Hanl aus Würflach: Der begeisterte Mountainbiker, beruflich in der Verpackungstechnikbranche tätig, entwickelte einen ersten Prototyp im Keller – provisorisch mit Abklebeband und Schnürsenkel. Stolz ist der 34-Jährige auch darauf, dass die Herstellung in der geschützten Werkstätte in St. Pölten erfolgt. „Die Fertigstellung vom Prototypen bis zum Ergebnis inklusive Prüfsiegel dauerte ein Jahr, das ist also relativ flott geschehen“, erklärt Hanl gegenüber NÖN.at.

In den neuen Lift der Erlebnisarena – er soll rund zehn Monate im Jahr zum Einsatz kommen – wurden rund 1,2 Millionen Euro investiert.

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