Zehn Prozent mehr Biomüll im Bezirk Neunkirchen. Abfallwirtschaftsverband verzeichnete 2020 900 Tonnen mehr Biomüll als üblich. 2021 dürfte sich der Trend fortsetzen.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 16. Juni 2021 (04:21)
Rund 60.000 Tonnen an Backwaren landen jährlich im Müll
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APA (dpa/Symbolbild)

Die Corona-Pandemie machte sich im Jahr 2020 auch deutlich bei der Müllentsorgung bemerkbar.

Zehn Prozent mehr Biomüll verzeichnete man beim Abfallwirtschaftsverband Neunkirchen, weiß Obmann Engelbert Pichler: Waren es bis dato rund 8.000 Tonnen Biomüll im Jahr, kam man 2020 auf 8.900 Tonnen – ein Trend, der sich 2021 fortsetzen dürfte. Pichler führt das auf zwei Faktoren zurück: „Zum einen haben natürlich im Lockdown viele zuhause selbst gekocht. Zum anderen glaube ich aber auch, dass der Handel mit diversen Aktionen dazu beiträgt. Etwa wenn es heißt, dass man drei Stück erhält, aber nur zwei Stück zahlen muss.“

Er plädiert dafür, auch direkt bei der Bevölkerung anzusetzen. „Es geht um Bewusstseinsbildung – man muss nicht das große Gebinde kaufen, nur weil es in Aktion ist – es ist ja sinnlos, wenn man es dann wegschmeißen muss“, so Pichler. Abseits dessen würde er aber auch den Handel in die Pflicht nehmen: Dass kurz vor Ladenschluss noch sämtliche Sorten Gebäck frisch aufgebacken werden, kann der Verbandsobmann nicht nachvollziehen: „Eine Viertelstunde vor dem Zusperren muss nicht mehr alles verfügbar sein“, so Pichler.

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