Neulengbach: Lego und Flipper im Schmatz-Museum. Daniel Schmatz hat sich einen Traum erfüllt und Ausstellung eröffnet. Sein nächstes Ziel: Weltrekorde knacken.

Von Eduard Riedl. Erstellt am 30. Mai 2021 (05:11)
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Alle ausgestellten Objekte sind genau beschrieben, etwa wie viele Teile verwendet wurden, oder wann das Set auf dem Markt kam. Infos sind auch mit einem QR-Code abzufragen.
Eduard Riedl, Eduard Riedl

„Hallo-Hallo – ich bin Flipperstein Schmatz und freue mich, dich im Eitle-Kinderkram begrüßen zu dürfen.“ Voll Freude wurde NÖN-Mitarbeiter Eduard Riedl am Internationalen Museumstag von Daniel Schmatz in seinem neuen Museum, in dem Flipperautomaten und Lego-Sets zu sehen sind, in der Grillenhofstraße begrüßt.

Schmatz hat nicht ganz 20 Jahre gebraucht, um seinen Traum seines Flipperparadieses zu verwirklichen. So stehen heute alle Flipperautomaten der Firma „Bally & Williams“ ab dem Jahr 1985 bis Firmenende 2000 – also über 100 Stück – in dem ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Grillenhofs in Neulengbach. Das Besondere daran: Die Geräte sind aufgebaut und zugänglich.

„So etwas muss sich herumsprechen, bis dahin kann ich noch in Ruhe die Fensterrahmen streichen.“ Daniel Schmatz

Doch Schmatz hat nicht nur eine große Sammelleidenschaft für Flipper, sondern auch für Lego. Einen Raum weiter, im sogenannten „Saal Classic“, ist seine Lego-Sammlung untergebracht. „Es sind alle Lego-Sets, die jemals produziert wurden und auch nur entfernt mit Zügen zu tun haben, und alle Lego-Technic-Sets bis ins Jahr 2005, ausgestellt. Weitere sollen noch folgen“, verrät der Neulengbacher.

Im Museum gebe es vieles zu sehen und auch Spielmöglichkeiten an den Flippern aus den 90ern und Lego-Spielecken mit System-, Duplo-, Quatro- und Soft-Steinen. „Das lässt die Herzen von großen und kleinen Lego- und Flipper-Freunden höher schlagen“, so Schmatz.

Der Neulengbacher startete mit Ende des Lockdowns seinen Museumsbetrieb unter dem Namen „Eitle Kinderkram Neulengbach“.

Obwohl die Besucherzahlen (noch) mäßig sind, bleibt er optimistisch: „So etwas muss sich herumsprechen, bis dahin kann ich noch in Ruhe die Fensterrahmen streichen. Und wenn einmal die Youtube-Kanäle richtig anlaufen, werden schon Leute kommen.“ Deshalb dreht der Hobbyfilmer auch regelmäßig Videos über sein Museum und stellt diese unter #Kinderkram Update online.

341.797 Lego-Steine unter einem Dach

Schmatz ist der Meinung, dass er mit seinem Museum das optimale Ausflugsziel rund um Wien geschaffen hat. Geplant ist, dass bis Oktober immer sonntags geöffnet ist. Nach Vereinbarung führt Daniel Schmatz auch gerne durch das Museum und erklärt die Hintergründe.

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Nach der Führung durch das Museum und einer Runde am Flipper ist Daniel Schmatz geschafft.
Eduard Riedl

Auf die Frage wer die 341.797 Lego-Elemente, die in mehr als 330 Vitrinen ausgestellt sind, bezahlt hat, meint er: „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine gut verdienende Frau – meine Familie unterstützt mich nicht nur finanziell im Klemmbausteinbereich des Kinderkrams, speziell meine Söhne sind die Hauptbaumeister, wenn es um Rekordversuche geht“.

Doch mit der Eröffnung des Museums hat er noch weitere Ideen im Kopf, Schmatz möchte in absehbarer Zeit eine Million Lego-Elemente sein eigen nennen und arbeitet an einigen Lego-Weltrekorden: So hat er vor, eine Spirale aus Lego zu bauen, auf die ein Zug hochfährt.

Bei vier Metern liege der derzeitige Weltrekord, Schmatz plant sechs Meter. Außerdem will er die längste Zugstrecke mit 4,5 Kilometern toppen und den Zug mit den meisten Waggons fahren lassen, 130 sind es derzeit, bei Schmatz sollen 150 fahren. Infos: kinderkram.eitle.at