Sommerspiele: Wer hat nun den Krug zerbrochen?. Der Klassiker von Heinrich von Kleist steht ab 30. Juni in Perchtoldsdorf auf dem Programm. Regie führt erneut Veronika Glatzner.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 16. Mai 2021 (03:23)
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Kai Maertens ist als Dorfrichter Adam zu sehen.
Nicole Bruehl, Nicole Bruehl

Mit „Der zerbrochne Krug“ setzt Intendant Michael Sturminger ein hochaktuelles Stück, das sich mit Themen wie Nötigung, Machtmissbrauch und Korruption beschäftigt, auf das Programm der Sommerspiele Perchtoldsdorf 2021.

Damit wenden sich die Sommerspiele zum zweiten Mal in Sturmingers Intendanz Heinrich von Kleist, dem Meister der Erzählkunst, zu. 2014 war „Käthchen von Heilbronn“ in der Regie von Maria Happel zu sehen. Heuer ist erneut Veronika Glatzner mit der Inszenierung betraut: „Es geht um das Ausloten von Lüge und Wahrheit und es geht um Sprache, die als Mittel zum Machterhalt dient. Die Sprache ist es, die die Wahrheit sucht oder vertuscht.“

Glatzner will zeigen, wie patriarchale Strukturen „nun doch zu bröckeln beginnen“ und versucht mit ihrem jungen Ensemble, die Wahrheitsspuren des Stückes, das Kleist der Gattung „Lustspiel“ zugeordnet hat, zu ergründen: „Was ist Wahrheit und was ist Lüge? Ist Lüge das Gegenteil von Wahrheit? Wann wird eine Wahrheit zur Lüge? Wann eine Lüge zur eigenen Wahrheit?“