Klingerspitz: Planung öffentliche Nutzung beschlossen. Gumpoldskirchens Gemeinderat beschließt Planung gemischter öffentlicher Nutzung samt vielfältiger Bepflanzung.

Von Andrea Rogy. Erstellt am 22. Juli 2021 (05:25)
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Gemeinderätin Barbara Hollergschwandtner leitet die „Klingerspitz“-Arbeitsgruppe.
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 Das Areal neben dem Kreisverkehr am „Klingerspitz“ (Wiener Straße/Pfaffstättner Straße) wird umgestaltet. SPÖ und Grüne haben schon seit vielen Jahren den Wunsch geäußert, das Areal als Grünraum zu erhalten und für die Allgemeinheit besser nutzbar zu machen. 2016 legte Karl Kühn, Grüne, der Gemeinde zwei Pläne einer Landschaftsarchitektin zur Gestaltung vor, die er aus eigener Tasche bezahlt hatte. Damals wurde die Idee mehrheitlich abgelehnt, die Pflege wäre zu aufwendig und teuer.

Im Frühjahr signalisierten Bürgermeister Ferdinand Köck und Vize Jörgen Vöhringer, beide ÖVP, doch Zustimmung, ein Landschaftsarchitekt wurde beauftragt, eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Gemeinderätin Barbara Hollergschwandtner, ÖVP, eingesetzt. Im Juni hat der Gemeinderat die Vorschläge der Arbeitsgruppe einstimmig angenommen. „Alle Fraktionen haben ihre Ideen eingebracht, über den Sommer sollen alle Anregungen in einem Gesamtkonzept vereint werden sowie eine grobe Kostenschätzung vorliegen“, erklärt Hollergschwandtner.

Die Eckpfeiler stehen bereits außer Diskussion: Der Pavillon wird bleiben, das Areal soll ein schöner Platz zum Verweilen werden. „Angedacht ist eine Naschhecke mit verschiedenen Beerensträuchern zum Selbsternten. Auch ein Kirschenbaum soll gepflanzt werden. In Richtung Wiener Straße soll als Abschirmung zum Kreisverkehr eine Schutzhecke gepflanzt werden. Auch Staudenbeete sind vorgesehen, um Insekten anzulocken“, führt die Gemeinderätin aus. Alles wird nach ökologischen Grundsätzen gestaltet. In der Planungsphase haben vor allem die Grünen Druck gemacht, um den Klingerspitz auch als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten.

Standplätze für Hütten sind vorgesehen

Aber auch das soziale Leben am Platz, das bislang in Sommerfesten von Parteien oder Vereinen oder dem traditionellen Punschtrinken in der Weihnachtszeit gelebt wurde, wird stattfinden können, führt Hollergschwandtner aus: „Dazu werden vier fixe Punktfundamente installiert, auf denen dann bei diversen Veranstaltungen Hütten platziert werden können. Zusätzlich werden Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser gelegt, weitere Hütten können bei Bedarf noch individuell aufgestellt werden.“ Auch eine Anmietung für private Festivitäten sei angedacht.

Das Grundstück bleibt im Besitz der Gemeinde, es ist nach wie vor als Bauland gewidmet und stellt damit eine wertvolle „Tauschreserve“ für bevorstehende Umwidmungen von Grünland dar.

Eine endgültige Beschlussfassung wäre in der ersten Herbstsitzung des Gemeinderates möglich, die Umsetzung könnte dann zeitnah starten. Als Kostenrahmen für Planung und Gestaltung sind rund 120.000 Euro vorgesehen.