Mistelbachs K-Team: Starker Zusammenhalt & Corona-Umweg. Seit Montag ist das Mistelbacher K-Team beim Pothole Rodeo Revolution, einer Spaß-Schlaglochrallye quer durch Osteuropa unterwegs – größtes Problem waren bislang Corona-Einreisebestimmungen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 29. Juli 2021 (15:37)

Insgesamt sind Benjamin Hymer, Lena Sattmann, Rudolf Buryan und David Kazelt jetzt seit 1.360 Kilometern unterwegs, sie waren 24,5 Stunden insgesamt in ihrem umgebauten, alten Feuerwehrauto-Bus und haben 140 Liter Diesel verbraucht.

Was nicht geklappt hatte, war die geplante Fahrtroute über die Slowakei in die Ukraine. „Da bei einem unserer vier Teammitglieder die zweite Corona-Teilimpfung noch keine 14 Tage her war, mussten wir einen Umweg fahren“, erzählt Teamleiter Benjamin Hymer: Am Flughafen in Kattowice (Polen) wurde ein PCR-Test gemacht. Das Ergebnis ließ aber auf sich warten, in einer polnischen Fleischerei konnten sie dann noch rechtzeitig vor dem Grenzübergang in die Ukraine das Testergebnis ausdrucken: „Alle unsere Sorgen waren unbegründet, das Verlassen des EU-Gebietes verlief problemlos“, sagt Hymer. Andere Teams hatten erhebliche Probleme bei der Ausreise aus der EU.

Den Umweg über Polen nutzen die Mistelbacher, um die Gedenkstätte beim KZ Auschwitz zu besuchen: „Eine dreistündige Tour durch das 40 Quadratkilometer große Gebiet hat allen die Sprache verschlagen“, sagt Hymer.

Mittlerweile sind die Potholer in der Ukraine, kurz nach der Grenze trafen sie auf ein deutsches Team, dem die Wasserpumpe beim Auto eingegangen war. Der Zusammenhalt der Potholer ist groß, helfen konnten die Mistelbacher, die ohne Mechaniker unterwegs sind, allerdings nur mit kühlem Bier, das sie dem deutschen Team spendierten.

Der Zusammenhalt der Rallye-Teilnehmer ist nicht nur unterwegs, auf der Straße gefragt und groß, auch bei den Aufgaben, die sie am Zielort erledigen müssen, wird Zusammenarbeit groß geschrieben: In einer Aufgabenstellung mussten sie beispielsweise mit ihren Karren ein möglichst großes Quadrat bilden.

Was war das Größte Schlagloch, auf das das K-Team bisher getroffen ist? In einem polnischen Tal fehlte plötzlich die Brücke: „Aber sowas kann uns nicht aufhalten“, lachen die Mistelbacher.