Radevent In Velo Veritas: „So windig war‘s noch nie!“. Radevent mit historischen Rädern füllte Gästezimmer und forderte die Radfahrer enorm.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 15. Juni 2021 (11:57)

„Keine Gnade für die Wade“, hieß es am Wochenende. 750 begeisterte Radfahrer waren am 13. Juni zwischen Laa, Poysdorf und Marchegg auf historischen Rädern unterwegs. „In Velo Veritas“ ging nach der einjährigen Corona-Pause zum neunten Mal über die Bühne und sorgte in der Region rund um das Basislager Laa für gute Stimmung und volle Betten bei den Beherbergern.

„Alle Tourismusbetriebe sind voll, wir haben Radfahrer sogar an das Hotel Neustifter in Poysdorf verwiesen“, freut sich Tourismus-Obfrau Helga Nadler über den deutlichen Impuls für den Tourismus in der Region. Die Ansprüche der Radler waren dabei breit gefächert. Manche suchten die Vier-Sterne-Superior-Qualität im Thermenhotel, manchen reichte ein Matratzenlager in der Hauptschule.

„Alle Tourismusbetriebe sind voll, wir haben Radfahrer sogar an das Hotel Neustifter in Poysdorf verwiesen!“ Helga Nadler, Tourismus-Obfrau

Für die Radfahrer — die meisten waren schon am Vortag angereist und radelten sich am Samstag in der Region ein — gab es drei mögliche Distanzen zu bewältigen: Neben der genussreichen 70 Kilometer-Strecke sorgten anspruchsvolle 140 Kilometer und die epische Langdistanz über 210 Kilometer für ein Raderlebnis der Extraklasse. Eine besondere Herausforderung heuer war der Wind: „So geblasen hat er noch nie wie heuer“, berichteten „In Velo Veritas“-Veteranen: Besonders die Radler der epischen 210 Kilometer hatten mit dem Gegenwind zwischen Marchegg und Laa zu kämpfen. Entmutigen ließen sie sich dadurch aber nicht und nicht einmal der Sturm gegen 15.30 Uhr konnte die Freude stoppen.

Räder müssen mehr als 30 Jahre alt sein

„In Velo Veritas“ findet jedes Jahr in einer anderen Region NÖ statt und bietet die Chance, möglichst viele Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts für das Radfahren zu begeistern. Für die Fahrt braucht es ein klassisches Rennrad, das mehr als 30 Jahre alt ist und natürlich muss man auch die entsprechende körperliche und mentale Vorbereitung bedenken, um zumindest 70 Kilometer über die Weinviertler Hügel zu schaffen.

Für Bürgermeisterin Brigitte Ribisch war die Veranstaltung Ausdruck eines unvermindert anhaltenden Trends zum Radfahren, der die touristischen Ziele der Stadt wunderbar ergänzt: „In Velo Veritas ist für uns die Gelegenheit, unsere Stadt zu präsentieren und bekannt zu machen“, erklärt sie.

Auch die Veranstalter zeigten sich von der Stadt Laa und der Region und ihrer Gastfreundschaft sehr begeistert.