Kirche in Niederkreuzstetten: „Sandstein abgebröckelt“. Die Pfarrkirche wird außen erneuert, die Finanzierung des Projektes ist allerdings herausfordernd.

Von Susanne Jaritz. Erstellt am 31. Juli 2021 (04:50)
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Die Pfarrkirche wurde im Jahr 1207 erbaut, die letzten Renovierungs- arbeiten liegen schon lange zurück. Nun ist es wieder an der Zeit.
zVg

Die unter Denkmalschutz stehende Kirche Niederkreuzstettens ist in die Jahre gekommen und war bereits von vielen kleinen und größeren Schäden gezeichnet. „Eine komplette Außensanierung der Kirche ist notwendig geworden“, berichtet Pfarrer Helmut Scheer.

Er kann auf eine lange Geschichte der Kirche zurückblicken: Unter Herzog Leopold VI. wurde das geistliche Gebäude im Jahr 1207 als Pfarrkirche errichtet. Erst im 15. Jahrhundert kam der gotische Chor hinzu und im Jahr 1923 wurden das Langhaus und der Turm unter Architekt Karl Holey angefügt.

„Es wird von Grund auf bis zur Kirchturmspitze saniert.“ Helmut Scheer, Pfarrer

Die letzten Renovierungsarbeiten liegen schon lange zurück. „Immer wieder ist etwas vom Sandstein abgebröckelt“, so Scheer. „Das war schon ziemlich gefährlich“, gibt er zu bedenken.

Damit sich die Kosten durch einen späteren Starttermin nicht zuspitzen, habe sofort gehandelt werden müssen: „Es wird von Grund auf bis zur Kirchturmspitze saniert.“ Vor allem die Sanierung des Sandsteins, die Verputzarbeiten, die gesamten Dach- und Turmverblechungen und das Kirchturmkreuz sowie der Wetterhahn werden erneuert.

Natürlich werden auch notwendige Malerarbeiten durchgeführt und die Pflasterarbeiten um die Kirche herum müssen dringend erledigt werden: Dies sei vor allem deshalb wichtig, damit nicht weiter Wasser in das Gemäuer eindringe, so Pfarrer Scheer. Außerdem werden sowohl einbruchsichere Sakristeitüren wie auch einbruchsichere Fenster eingebaut. Alles wird niet- und nagelfest gemacht.

Bis die Kirche in neuem Glanz erstrahlt, gilt es noch die Finanzierung zu bewältigen: Einer Hinweistafel ist ein Finanzierungsplan zu entnehmen, der besagt, dass die Gesamtkosten des Projektes mit 340.000 Euro beziffert werden. Jeweils zehn Prozent werden vom Bundesdenkmalamt und dem Land Niederösterreich übernommen. Von den übrig bleibenden 270.000 Euro werden 90.000 Euro mit einem Zuschuss der Erzdiözese Wien gedeckt, die restlichen 180.000 Euro müssen seitens der Pfarre bezahlt werden. 90.000 Euro davon werden über zehn Jahre als zinsenloses Darlehen abbezahlt. Die anderen 90.000 Euro seien sofort zu bezahlen. Daher werden Spenden gesammelt und die Pfarrgemeinde bittet um private Zuwendungen (IBAN: AT18 2011 1201 7784 3907).

„Es ist unsere gemeinsame Kirche, deshalb braucht es Großherzig- und Großzügigkeit“, ist der Aufruf der Pfarrgemeinde.