Melk: Die lebende Bühne wird jetzt belebt. Diesen Mittwoch starten „Die zehn Gebote“ in der Wachauarena. Ein NÖN-Vorgeschmack auf das, was das Publikum im Freilufttheater erwartet.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 16. Juni 2021 (05:35)

Der Countdown läuft: Diesen Mittwoch, 16. Juni, 20.15 Uhr, wird das diesjährige Sprechstück der Melker Sommerspiele „Die zehn Gebote“ uraufgeführt.
Lange musste auf die Jubiläumsausgabe am ältesten Festspielort des Landes gewartet werden: Das Theaterstück war schließlich schon für 2020 geplant, aufgrund der Corona-Pandemie wurden „Die zehn Gebote“ verschoben.

2020 kreativ gegen die Krise

Kultur gab’s in der Melker Wachauarena aber trotzdem im Vorjahr zu sehen: Mit den „Xperiments“ trotzen die Verantwortlichen rund um Intendant Alexander Hauer kreativ der Krise. Während der „Xperiments“ im Vorjahr hatte zudem auch schon die Bühnenkulisse Zeit, zu wachsen: Im Frühjahr 2020 wurde in der Wachauarena Erde aufgeschüttet, Rollrasen verlegt und Bäume eingesetzt. Echte Pflanzen beleben nämlich im wahrsten Sinne des Wortes das Bühnenbild der Melker Freiluftbühne.

Die Idee stammt aus der Feder des Sommerspiele-Bühnenbildners Daniel Sommergruber. Neben dem Grün der Pflanzen präsentiert sich die Kulisse dieses Jahr erfrischend bunt: Auf hellen Fliesen leuchtet ein Graffiti neben dem anderen, Comic-Tiere folgen auf knallige Schriftzüge.
„Unsere Idee war, dass wir die Natur auf die Bühne holen. Ausgangspunkt des Stücks ist eine Oase, dazu kommt eine gestalterische Mischung aus Zivilisation und Natur“, erläutert Hauer.

„Die zehn Gebote“

Ein Stück aus zehn Geschichten, erzählt von zehn Autoren. Das diesjährige Sprechstück wird in zehn Mini-Dramen ausgeführt, jeder Autor behandelt eines der zehn Gebote (siehe Grafik oben). „Das Besondere am Stück dieses Jahr ist, dass es wirklich zehn vollkommen unterschiedliche literarische Stile und Spielweisen zu sehen gibt. Wir haben uns für jedes Gebot eine andere Form überlegt – manchmal Drama, Komödie, Poesie oder auch Satire“, gibt der Intendant einen Vorgeschmack.

Optimistisches Ende

Musikalisch verbindet der Akkordeonvirtuose Otto Lechner die Szenen – für Hauer ein „wesentlicher Punkt“: „Das ist auch eine ganz eigene Form der Erzählung, die sehr entscheidend ist.“ Was dem Melker ebenso wichtig zu betonen ist – ohne zu viel verraten zu wollen: „Es gibt dieses Jahr ein optimistisches Ende!“

Neben dem Schauspiel-Epos erwartet die Besucher in der Wachauarena dieses Jahr natürlich auch eine Musikrevue. Am Mittwoch, 7. Juli, startet „So What?! Kann denn Liebe Sünde sein“ – die Geschichte vom Freischütz verspricht Unterhaltung und Hits aus der Rock- und Pop-Geschichte. Mitsingen können die – großen und kleinen – Besucher auch bei der Musikrevue für Kinder: „Lisa Lustig und die steinernen Tafeln“.