Lyrik-Preis der landw. Fachschulen vergeben. Zum vierten Mal wurden die besten Schülerinnen und Schüler für ihre Gedichte beim Lyrik-Preis der Landwirtschaftlichen Fachschulen (LFS) in Niederösterreich von der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle (LAKO) ausgezeichnet. Elf Finalistinnen und Finalisten traten gestern mit ihren Texten beim Wettlesen an der Fachschule Sooß (Bezirk Melk) an, wobei sich der Bogen der Themen rund um das Motto „Wege zum Glück“ spannte.

Von Schulpartner NÖN/BVZ. Erstellt am 10. Juni 2021 (14:56)

„Der Lyrik-Bewerb hat wieder gezeigt, dass die Schülerinnen und Schüler über hohe schriftstellerische Begabungen verfügen, die es zu wecken und vor den Vorhang zu holen gilt. Mit der Ausrichtung der Preisvergabe ist es gelungen, die sprachlichen Talente der jungen Autorinnen und Autoren der Landwirtschaftlichen Fachschulen zu fördern und ein passendes Forum für die Präsentation zu bieten“, betont Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, die den Preisträgerinnen und Preisträgern per Videoschaltung herzlich gratulierte. „Besonders danke ich Fachlehrer Rudi Weiß, der für die Durchführung des Lyrik-Preises verantwortlich zeichnet und somit das poetische Schaffen der Jugendlichen mit Leben erfüllt und Anerkennung zollt“, so Teschl-Hofmeister.

Als beste Nachwuchs-Dichterin wurde Schülerin Theresa Rernböck von der LFS Pyhra für das Gedicht „Einfach mal wieder Kind sein“ mit dem Lyrik-Preis ausgezeichnet. Die Jury wies bei der Urteilsbegründung auf den „unverwechselbaren Schreibstil des kreativen Textes sowie den professionellen Vortrag“ hin. Platz zwei sicherte sich Angelina Kainz (LFS Poysdorf) und der dritte Platz ging an Jennifer Skorpis (LFS Hollabrunn). Der Sonderpreis der Jury wurde an Lena Riedler von der LFS Sooß verliehen.

„Ein besonderer Ansporn war offenbar der rasante Aufschwung der Lyrik in letzter Zeit, denn über 400 Schülerinnen und Schüler sandten ihre Gedichte ein“, freut sich Initiator Rudi Weiß. „Das Interesse an dieser literarischen Gattung wurde letztes Jahr durch die Vergabe des Nobelpreises für Literatur an die US-Lyrikerin Louise Glück geweckt. Amanda Gorman hat dann mit ihrem Auftritt bei der Amtseinführung von US-Präsident Joe Biden die weltweite Aufmerksamkeit für Gedichte rasant erhöht. Der unbestrittene Star der Lyrik ist aber die indischstämmige Kanadierin Rupi Kaur mit 4,1 Millionen Followern auf Instagram“, so Weiß.

Wettbewerbsbedingungen
Je Schülerin bzw. Schüler konnten bis zu fünf Gedichte eingereicht werden, wobei man die poetische Form der lyrischen Texte frei wählen konnte. Vom klassischen Sonett mit fünfhebigen Jamben über den Limerick bis zum freien Vers und konkreter Poesie war alles erlaubt.
Die Jury bestand aus der Autorin Eva Lugbauer, Kristina Mandl (Österreichischer Gemeindebund), Julia Wagner (Landjugend) und Redakteur Artur Riegler (Bauernzeitung). Veranstaltet wurde der Lyrik-Preis von der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle (LAKO).
Die Sponsoren der ersten drei Plätze waren der NÖ Bauernbund, die Raiffeisen Holding und die NÖ Versicherung. Buchpreise gab es von der Literatur Edition NÖ, Naturseiten und dem Dom-Verlag in Mistelbach.


- Artikel von Jürgen Mück