Loosdorf: Angusrinder folgen auf Konik-Pferde. Naturschutzgebiet wird künftig von Rindern der Familie Bitter bewirtschaftet. Gemeinde über Projekt erfreut.

Von Ewald Fohringer. Erstellt am 24. Mai 2021 (05:23)
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Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Vasku eröffneten Nicole, Herbert und Herbert Bitter junior das Weideprojekt im Naturschutzgebiet.
Ewald Fohringer, Ewald Fohringer

Im Naturschutzgebiet Pielach-Ofenloch-Neubacher Au, wo seit 2007 Konikpferde im Zuge des Weideprojektes die Verbuschung und Verholzung verhindert haben, sorgt nun die Familie Bitter aus Berging mit ihren Angusrindern und Murbodnern für eine nachhaltige Nutzung des Gebietes.

„Biologische Landwirtschaft in ihrer wohl schmackhaftesten Form.“Das Motto der Familie Bitter

„Die Regionalität und der Klimaschutz wird von vielen Konsumenten immer mehr geschätzt, wie auch das Tierwohl und kurze Transportwege“, berichtet Herbert Bitter junior. Das Motto der Familie, die verschiedene Rassen, wie Murbodner und Angusrinder, mit und ohne Hörner, in dem Betrieb züchtet, lautet „biologische Landwirtschaft in ihrer wohl schmackhaftesten Form“.

Die Rinder wachsen mindestens neun Monate bei der Mutterkuh auf und können mit der Muttermilch, durch die sie ein gutes Immunsystem aufbauen, gesund und kräftig werden. Nach diesen ersten Monaten kommen die Rinder auf die Weiden ins Naturschutzgebiet und folgen dort den Konik-Pferden. Diese waren Mitte September 2019 nach Entzündungserkrankungen aufgrund des kräftigen Futters und zu wenig Bewegung in ein Gestüt bei Amstetten angesiedelt worden.

Die Rinder der Familie Bitter sind zwar laut der Familie durch den täglichen Kontakt mit der Bauernfamilie an Menschen gewöhnt, Bitter ersucht dennoch die Bevölkerung um einen respektvollen Umgang mit den Tieren.

„Wir freuen uns über die Weiterführung des Weideprojekts in unserem Naturschutzgebiet“ Thomas Vasku

Im Zuge des Projektes ist Bitter aber noch etwas anderes wichtig. Er will durch Bewusstseinsschaffung und Aufklärung der Bevölkerung zeigen, dass Landwirtschaft und Klimaschutz in klarer Verbindung stehen. „Dieser Weg führt in eine lebenswerte Zukunft“, ist sich Bitter sicher.

In der Gemeinde Loosdorf ist SPÖ-Bürgermeister Thomas Vasku froh, dass das Weideprojekt im Naturschutzgebiet weitergeführt werden kann. „Es ist schön, dass wir hier als Gemeinde einen Beitrag zum Umweltschutz, sowie einer tiergerechten Rinderhaltung, leisten können“, bestätigt er.