Unwetter im Bezirk Melk: "Wird eine schlaflose Nacht". Über 970 Einsatzkräfte kämpfen aktuell gegen die Folgen der Unwetter im Bezirk Melk. Ein Überblick, wo sich die Lage aktuell besonders zuspitzt und Fotos aus den Überschwemmungsgebieten.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 18. Juli 2021 (18:05)

Auf Dauer-Regen, Blitz und Donner folgt Sirenengeheul: Seit heute (Sonntag) spitzt sich die Lage im Bezirk Melk aufgrund der anhaltenden Unwetter laufend zu.

"Zum Stand 16 Uhr waren 977 Florianis aus 64 Wehren im Einsatz", informiert Günter Annerl auf NÖN-Anfrage seitens des Bezirksführungsstabes. Dieser kam heute Mittag zusammen, um die Einsätze im Bezirk Melk zu koordinieren. Denn die Einsatzkräfte haben alle Hände voll zu tun.

"Zubringer sorgen für Probleme"

"In Ruprechtshofen und St. Leonhard gab es zahlreiche Übeschwemmungen im Siedlungsgebiet, Keller werden aktuell ausgepumpt", erläutert Annerl. Gepumpt wird auch in Erlauf, auch hier kam es zu Überflutungen. In Weitenegg (Leiben) werden Boote geborgen, in Persenbeug-Gottsdorf sichern die Einsatzkräfte derzeit einen Damm in der Industriezone.

In den Gemeinden entlang der Donau, etwa Ybbs, Marbach und Emmersdorf, wurde vorsorglich der Hochwasserschutz aufgebaut. "Aktuell sorgen aber vor allem die Zubringer-Gewässer für Probleme", sagt Annerl, der sich heute Nachmittag per Rundfahrt einen Überblick über die Lage im Bezirk Melk verschaffte.

Verstärkung aus Lilienfeld kommt

"Es wird sicher eine lange, schlaflose Nacht", verweist der Pöchlarner auf die Regenwolken, die auch die nächsten Stunden über dem Bezirk hängen bleiben. Ein Kraftakt kommt auf die Einsatzkräfte zu: "Bei so vielen Einsätzen sind wir schon sehr gefordert - wir bekommen Verstärkung aus Lilienfeld", betont Annerl.