Melk: Boulevard-Start soll 2022 erfolgen. Nach mehr als sechsjähriger Planung soll Mammutprojekt mit Abriss von Hypo-Filiale im Frühjahr starten.

Von Markus Glück. Erstellt am 28. Juli 2021 (05:23)

Es war im Herbst 2016, als der damalige ÖVP-Bürgermeister Thomas Widrich mit dem Projekt „Boulevard“ aufhorchen ließ. Entstanden aus dem Projekt „Stadt Melk hat Zukunft“ sollte der Boulevard eine Verbindung zwischen Löwenpark und Altstadt schaffen. Die notwendigen Maßnahmen für den Baustart sollten bis zum Jahr 2017 geschaffen werden. Das Projekt wuchs und mit dem Wachstum verschob sich auch der Projektstart.

Widrichs Nachfolger Patrick Strobl kündigte den Startschuss für das „Leuchtturmprojekt“ für Herbst 2020 mit der Neuverrohrung des Weierbachs an. Wenige Monate davor kam die Corona-Pandemie und sorgte dabei abermals für eine Verschiebung des Mammutprojektes. Zweiflern, ob das Projekt überhaupt noch umgesetzt wird, tritt Strobl entgegen und verweist dabei darauf, dass die ursprünglich geplante Fläche von 2.500 m² auf 15.000 m² angewachsen ist.

Acht Investoren und etliche Projektpartner

So erstreckt sich das Areal mittlerweile vom ehemaligen Forsthaus bis zum Schnabl-Eck. Zudem mischen acht Investoren und mehrere Projektpartner, wie Sparkasse, Finanzamt, Hypo Niederösterreich und Löwenpark-Betreiber Richard Frasl im Projekt mit. Die Ideen reichen dabei weiterhin von Generationencafé bis hin zu Parkgarage, einem Hotel- und Wohnungsprojekt, einem Waldgarten und einem Nahversorger für die Innenstadt.

„Der Wachstum des Projektes ist auch Grund, warum es zuletzt etwas ruhiger war. In den kommenden Monaten werden wir die Bevölkerung aber vermehrt einbinden“, verspricht Strobl im Rahmen einer Online-Bürgerinformation. Gegenüber der NÖN präzisiert er: „Es geht um die Entwicklung eines ganzen Stadtteils mit mehreren Partnern. Aktuell befinden wir uns in der Detailabstimmung.“

Neu ist allerdings, dass den Startschuss für das Projekt nicht mehr die Verrohrung des Weierbach geben wird. Bisher ist die Stadtgemeinde davon ausgegangen, dass die Arbeiten für die Gedesag-Neubauten beim ehemaligen bischöflichen Seminar notwendig sind, neue Berechnungen ergaben aber ein anderes Ergebnis. „Das Projekt konnte unabhängig vom Weierbach starten“, betont Strobl.

Wann der Startschuss für das Projekt Boulevard fallen wird? Laut Stadtchef mit dem Abriss des Hypo-Gebäudes in der Prandtauerstraße im Jahr 2022.