Experten prüfen Schule in Schönbühel-Aggsbach. Nach Unwetter beginnen Aufräumarbeiten. Entscheidung über Schule nach Begehung.

Von Ewald Fohringer. Erstellt am 28. Juli 2021 (05:59)

Nach den schweren Unwettern am vorvergangenen Wochenende wurde Aggsbach-Dorf zum Katastrophengebiet erklärt. Seit Donnerstag ist der Status wieder entzogen, Normalität herrscht aber weiterhin nicht im beschaulichen Ort an der Donau. Helfer und Mitglieder der Feuerwehr reinigen seit einer Woche Straßen und Häuser von Müll und Schlammmassen. Bis der Schlamm aus den Gärten ist, wird es aber noch eine ganze Weile dauern.

„Ich bin den Feuerwehren und den freiwilligen Helfern gegenüber unendlich dankbar. “ Marianne Maderna

Besonders hart getroffen hat die Naturgewalt die Karthause Aggsbach. Im Hof und in den Innenräumen stand das Wasser teilweise bis zu einem Meter hoch und zerstörte fast alles darin befindliche. Auch in der Kirche selbst gab es schwere Schäden, da sich der Boden gelöst hat. „Ich bin den Feuerwehren und den freiwilligen Helfern gegenüber unendlich dankbar. Durch ihr strukturiertes und organisiertes Arbeiten konnten sie größere Schäden verhindern und mich auch beruhigen“, spricht die Künstlerin und Anrainerin Marianne Maderna.

Ein weiterer Hotspot der Gemeinde war das Schulgebäude, welches von Bundesheer-Soldaten in Handarbeit geräumt wurde. „Kein Bagger konnte in die Klasse fahren“, heißt es vonseiten der Feuerwehr. Trotz der widrigen Umstände ist Bürgermeister Erich Ringseis (ÖVP) stolz: „Der Zusammenhalt und die Menschlichkeit in dieser Zeit haben mich tief bewegt.“ Er lobt auch die Professionalität, die die Feuerwehr bei den Aufräum- und Reinigungsarbeiten an den Tag gelegt hat. „Das sucht Seinesgleichen“, dankt Ringseis aber auch allen anderen freiwilligen Helfern, die in der Stunde der Not geholfen haben.

Wie es mit der Schule weitergeht und ob der Unterricht wie gewohnt nach den Ferien im September starten kann, wird in dieser Woche entschieden. Abgeklärt wird dies laut Ringseis mit Spezialisten: „Die Sicherheit muss gewährleistet und alle Arbeiten bis Schulbeginn abgeschlossen sein.“