Fund aus der Römerzeit in Pöchlarn. Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft Terra übergab Fundstücke an das Stadtmuseum Pöchlarn. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine römische Öllampe.

Von Leonie Scheer. Erstellt am 04. August 2021 (04:18)
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Bei der Fundstückübergabe: Landtagsabgeordneter Karl Moser, Obmann des Stadtmuseums Walter Resch, Terra-Geschäftsführerin Theresa Reiter, Wilhelm Schauer, Bürgermeister Franz Heisler (von links) .
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In der Pöchlarner Rüdigerstraße sollten ursprünglich 16 neue Wohnungen errichtet werden. Doch vor Beginn der Bauarbeiten wurde ein Archäologenteam mit der Aufgabe betraut, das Grundstück mehrere Wochen lang unter die Lupe zu nehmen. Und dies mit Erfolg: Es wurden zahlreiche Fundstücke wie Keramiktöpfe, Schmuck und auch eine seltene Öllampe freigelegt.

Insgesamt wurden 31 Kisten mit historischen Gegenständen befüllt. Es handelt sich um einen bedeutsamen Fund, der mehr über die Geschichte Pöchlarns verrät. Denn bisher gab es bloß Hinweise darauf, dass sich römische Soldaten in dieser Umgebung aufgehalten hatten. Nun wurde jedoch klar, dass auch eine wohlhabende Zivilgesellschaft in Pöchlarn beheimatet war.

Vergangenen Mittwoch wurden die Fundstücke von Terra-Geschäftsführerin Theresa Reiter an das Stadtmuseum Pöchlarn übergeben. Anwesend waren außerdem unter anderem ÖVP-Bürgermeister Franz Heisler, Landtagsabgeordneter Karl Moser sowie der Obmann des Stadtmuseums Walter Resch. Im Mittelpunkt der Übergabe stand eine römische Öllampe aus einer Kupferlegierung in Form eines Fußes mit Sandale, denn dieser Fund ist in Österreich einzigartig. „Funde wie dieser sind wertvolles Kulturgut, das es zu erhalten gilt“, erklärt Landtagsabgeordneter Moser. Von nun an sind die Fundstücke im Stadtmuseum Pöchlarn zu besichtigen und der Bau des Wohnhauses wird fortgesetzt.