Melk: Sanierung für Alte Post?. Grüne wollen Melker Stadtsaal besser nutzen. Stadt reichte bereits Förderprojekt ein. Steht Finanzierung, soll im Herbst Maßnahmenpaket erarbeitet werden.

Von Markus Glück. Erstellt am 19. Juni 2021 (07:29)
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Der alte Stadtsaal in der Alten Post könnte bald saniert werden.
Gleiß, Gleiß

Für die Grünen ist der Melker Stadtsaal in der Alten Post in unmittelbarer Nähe zum Hauptplatz ein „großes, ungenutztes Asset“ in der Stadt. „Die mangelnde Barrierefreiheit schränkt leider die Nutzungsmöglichkeiten ein. Das Budget für notwendige Maßnahmen ist leider nicht vorhanden“, erklärt Gemeinderat Gabriel Kammerer (Grüne). Er wünscht sich dennoch, dass die Alte Post „so weit als möglich“ barrierefrei gemacht wird: „Das Interesse an den Räumlichkeiten ist groß, eine Attraktivierung wäre eine große Chance für Melk.“

Reisinger: Ausstattung für Veranstaltungen und Historie müssten vereinbar gemacht werden

Seitens der Stadtgemeinde Melk betont ÖVP-Stadträtin Ute Reisinger, dass die Alte Post weiterhin als Veranstaltungsgebäude genutzt wird. Bei einer etwaigen Generalsanierung sei es aber wichtig, eine zeitgemäße Ausstattung sowie den Erhalt der historischen Bausubstanz zu berücksichtigen.

Zur Vorbereitung der Sanierungsmaßnahmen wurde bereits bei der Leaderregion in Zusammenarbeit mit dem Verein Weltkulturerbe Wachau ein Förderprojekt beantragt. Erfolgt eine Genehmigung, wird das Projekt über den Sommer abgewickelt, im Herbst soll ein Maßnahmenpaket samt Kostenschätzung vorliegen. „Selbstverständlich ist die Barrierefreiheit Voraussetzung für das Projekt“, meint Reisinger.

Generell großgeschrieben wird das Thema Barrierefreiheit auch bei der neuen Grünen-Stadträtin Heidi Niederer. Noch im Juni ist eine Begehung der Innenstadt mit Interessensvertretern zur Evaluierung der, teils mangelnden, Barrierefreiheit geplant.