Olympia: "Kindheit sollte im Vordergrund stehen". Bei den olympischen Spielen gewann im Skateboarden eine 13-Jährige die Goldmedaille.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 04. August 2021 (05:25)
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Im Judo wäre eine Teilnahme mit 13 Jahren nur schwer vorstellbar. „Der Kräfteunterschied wäre zu groß und gesundheitsgefährdend für die Kinder“, erklärt Jasmin Gruber.
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Mit 13 Jahren Olympiasiegerin. Das gelang der Skateboarderin Momiyi Nishija, die vor einer weiteren 13-Jährigen gewann. Schon zu früh? Für Renee Preyler vom Radsportclub Purgstall schon: „Spitzensport heißt, tagtäglich zu trainieren. Mit 13 Jahren sollte aber ein Kind noch Kind sein dürfen und nicht nach einem straffen Zeitplan trainieren.“

Laut Jasmin Gruber vom Judoverein Amstetten gilt es auch eine weitere Sichtweise zu bedenken: „Wenn man mit 13 Jahren schon so weit ist und der Ehrgeiz so groß ist, dann gehört es natürlich unterstützt. Aber ob es wirklich immer der eigene Ehrgeiz ist, ist eben schwer herauszufinden.“ Im Radsport sowie im Judo ist aber ein Sieger mit 13 Jahren nur schwer vorstellbar. „Das ist alleine von den physischen Voraussetzungen her unmöglich“, erklärt Preyler stellvertretend.

Für beide steht jedoch fest: Training im Spitzensport ist nicht immer nur mit Spaß verbunden. „Und das sollte im Kinder- und Jugendbereich im Vordergrund stehen. Der Spaß an der Bewegung“, sagt Preyler und Judoka Gruber fügt hinzu: „Der Sport hilft auch, Niederlagen zu verarbeiten und dass man nicht immer nur gewinnen kann.“