ULC St. Veit-Mädels drücken Ivi die Daumen. Beim Start von St. Pöltens Ivona Dadic in Tokio fiebern auch beim Partnerklub in St. Veit alle aufgeregt mit.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 04. August 2021 (04:00)
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Die ULC-Mädchen drücken Siebenkämpferin Ivona Dadic fest die Daumen, bei ihrem Olympiastart diese Woche in Tokio. Kimberley Kotrba, Csinszka Zahora, Artemis Tekin, Angeline Schmaus, Ivona Dadic, Janine Ziesemann und Sarah Daxböck sowie Beate Schrott (v. l.), die ihren Olympiatraum begraben musste.
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 Alle vier Jahre, wenn wieder Olympische Spiele sind, wird klar, dass die Leichtathletik nur in Österreich ein Stiefmütterchendasein unter den Sportarten führt. „Kein anderer Sport bewegt bei Olympia die Menschen auf der ganzen Welt wie die Leichtathleten“, ist Gottfried Lammerhuber, Obmann der Union-Leichtathletik in St. Pölten, überzeugt.

Mit Beate Schrott ist es gelungen, nach deren sensationellem Finaleinzug über die 100-m-Hürden bei den Spielen 2012 in London, nicht nur für Euphorie in ihrem Stammverein Union St. Pölten zu sorgen, sondern ihr Erfolg war ein Impuls für die gesamte Leichtathletik in Österreich. In St. Pölten gelang es Lammerhuber danach, die Kräfte in seinem Verein zu bündeln.

„Kein anderer Sport bewegt bei Olympia die Menschen auf der ganzen Welt wie die Leichtathleten“

Mit Siebenkämpferin Ivona Dadic wechselte sogar ein weiterer Topstar der österreichischen Leichtathletik von Oberösterreich an die Traisen zu Erfolgscoach Philipp Unfried. Dadic soll heuer die nächste Erfolgswelle mit einer guten Leistung bei ihrem Wettkampf in Tokio am 4. und 5. August lostreten.

Große Ereignisse hätten immer positive Auswirkungen auf die Kinder. „Das beweist der Ansturm der Jugendlichen, die für volle Trainingsgruppen nach dem Schrott-Erfolg im Klub sorgten“, erinnert sich Sprintcoach Daniel Stehlik.

An Nachwuchs fehlt es auch dem ULC Transfer St. Veit nicht. Der Erfolgsrun der Mädchentruppe von Sektionsleiter Alfred Janisch im Frühjahr war eindrucksvoll. Vor allem bei den Union Landesmeisterschaften im Rahmen des Liese-Prokop-Memorials im Sportzentrum NÖ, umgeben von Stars wie beispielsweise Megan Tapper aus Jamaika, die nun in Tokio über 100-m-Hürden Bronze geholt hat, fühlten sich Janine Ziesemann, Sarah Daxböck, Valentina Urfahrer, Artemis Terkin und Co. in Rekordlaune — sechs Medaillen, zweimal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze mit 16 persönlichen Bestleistungen waren die Erfolgsbilanz. Betreut wird das Team des ULC Transfer St. Veit von Sepp Sulzer und Manfred Zott. Beim Professionalismus der Herren scheint der Nachschub für die nächste Generation an SLZ-Schülerinnen in St. Pölten fast garantiert.

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