Sedelmaier arbeitet mit Untergriffen. Zum Interview mit dem neuen ÖVP-Vizebürgermeister Martin Sedelmaier (NÖN 22/2021, Seiten 12/13):

Erstellt am 16. Juni 2021 (05:51)

Die zahlreichen Untergriffe im Interview kann man so nicht stehen lassen. Unserem amtierenden Bürgermeister zu unterstellen, dass er eine Diskussion nicht aushält, grenzt an Beleidigung. Die Aussage, nur die ÖVP wisse, wie die Welt tickt, finde ich überheblich.

Mich persönlich angegriffen sehe ich in den Behauptungen, dass ich nicht im Leben stehe, sondern in die Politik gegangen bin, „weil mir fad ist“. Durch meine jahrelange berufliche Tätigkeit im Sozialbereich bin ich jeden Tag direkt bei den Menschen und kenne deren Ängste und Nöte. Ich habe auch unter anderem in Krems-Süd die Stammtische eingeführt, um den Menschen eine Plattform zu geben, um mit Politikern unkompliziert und auf neutralem Boden in Kontakt treten zu können – auch nicht aus Langeweile!

Ich denke, näher kann man den Menschen nicht sein, um ihre Probleme nicht nur zu verstehen, sondern auch zu versuchen, zu Problemlösungen beizutragen.

Wenn dies in den Augen des Vizebürgermeisters eine weltfremde Anschauung darstellt, verstehe ich die Welt wirklich nicht mehr.

Hannelore Rohrhofer, SPÖ-Gemeinderät, Krems-Thallern