Warum noch mehr Lebensraum opfern?. Zum Leserbrief von Franz Schröfl über regionale Stromerzeugung mit Windrädern erhielt die NÖN folgende Zuschrift.

Erstellt am 08. Juni 2021 (13:53)

Wenn es um die Regionalität der Stromerzeugung geht, sind wir im Waldviertel mehr als gesegnet mit den Stauseen Ottenstein , Dobra und Thurnberg. Aber was viele nicht wissen, wird der Windstrom der Wasserkraft vorgezogen, weil dieser höher gefördert wird! Die Förderungen und Gewinne bleiben einzig allein bei den Windkraftbetreibern. Das heißt, die Wasserkraft die ja schon ausgebaut ist, wird zurückgefahren!

In Niederösterreich werden an vielen Tagen des Jahres über 100% bis über 200% Strom produziert und bringen das Stromnetz wie am 8. Jänner 2021 fast zum Kollaps. Die Überschüsse werden natürlich exportiert und der einzelne Waldviertler Haushalt darf dafür eine Ökostromabgabe bezahlen und mit seinen Steuergeldern die Förderungen für erneuerbare Energie finanzieren.

Ein Stausee hat den Vorteil, dass er auch der Natur und den Menschen etwas zurückgibt, nämlich für den Menschen ein Naherholungsgebiet und für die Tiere eine neue Seelandschaft. Natürlich weiß man, dass ein Stausee Flusslebewesen stört, deshalb sollte man ja auch die bestehende Wasserkraft ausbauen, zum Beispiel Turbinen modernisieren, sodass die Fische und Lebewesen die Hindernisse queren können.

Wir haben also schon regional erzeugten Strom in Hülle und Fülle. Warum mit Windkraftindustrieanlagen noch mehr Lebensraum opfern?
Die regionalen Arbeitsplätze die Windkraftanlagen der Bevölkerung verschaffen, kann man an einer Hand ablesen und bestehen nur während der Bauphase.

Angela Pamperl und Walter
Rohrmoser, Irnfritz