NÖN-Leopold: Ein altes Vorbild und viele junge Helden. Volksschüler, Tennis-Asse, Bühnen- Diven und ganz viel Engagement unter den 19. Preisträgern des großen Preises der NÖN.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 14. November 2018 (13:28)
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Unsere Zukunft: Aus Wiener Neustadt kommen die jungen Gewinner des NÖN-Schul-Leopolds 2018. Im Bild Schulleiterin Martina Leipelt (2. von links) mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, den NÖN-Chefredakteuren Daniel Lohninger und Walter Fahrnberger – und Jonas Albrecht,Sebastian Wilczek, Jakob Albrecht, Oskar Fenz, Timna Jedlicka &AntoniaOstermann.
Erich Marschik

Josef Hader hat schon einen. Stefan Ruzowitzky und Peter Turrini und Rudolf Leiner und Cornelius Grupp auch. Siegfried Ludwig hat einen ganz besonderen. Und Michaela Dorfmeister hat gleich fünf.

Denn: NÖN-Leopold gibt’s zwar nur einen. Aber den dafür jedes Jahr. Damit ist der große Preis, den die NÖN im Jahr 2000 aus der Taufe gehoben hat, nicht ganz so alt wie sein Namensgeber (der wäre heuer schon 945). Aber nicht weniger beflügelnd.

„Die Kinder sind die wahren Helden!“Volksschulleiterin und NÖN-Leopold-Preisträgerin Martina Leipelt

„Der Leopold“, so NÖN-Herausgeberin Gudula Walterskirchen, „war ja auch eine herausragende Person.“ Und das sind auch die, die ihn heuer bekommen haben. Nicht in einer großen Gala. Auch nicht in einem kleinen Mittagessen. Sondern in einer schönen Feier, im glasgewandeten NV-Forum der NÖ Versicherung, hoch über dem St. Pöltner Regierungsviertel. Dort stand vergangenen Donnerstag ein „außergewöhnlicher Kerl“ vor dem Vorhang, eine „wunderbare Prinzipalin“, ein „tief verwurzelter“ Chef, eine couragierte Verkäuferin und eine engagierte Mutter. Und: eine ganze Volksschule.

„Die Kinder“, so Schulleiterin Martina Leipelt von der PVS Sta. Christiana in Wiener Neustadt stolz, „die Kinder sind die wahren Helden der Geschichte.“ Die haben gebastelt, gemalt, gesungen, gebacken. Mit dem Erlös „die einzige Barockkirche Wiener Neustadts“ gerettet. Und dafür den NÖN-Leopold 2018 in der Kategorie Unsere Zukunft gewonnen.

„Das ist eine unglaublich wichtige Kategorie“, bekräftigte NÖN-Schul-Leopold-Patin Johanna Mikl-Leitner. Und sah darin „die zentrale Botschaft des Abends: Engagement zu zeigen“.

Engagement zeigt auch die NÖN-Leopold-Preisträgerin 2018 in der gleichnamigen Kategorie. Die ist keine „herausragende Person“, sondern eine herausragende Initiative. Die „jungen Menschen vertraut und ihnen auch etwas zutraut“, so NÖN-Leopold-Laudator und St. Pöltens Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger. Der hatte für Erika Kudweis vom Purkersdorfer Verein „PatInnen für alle“, der seit 2016 Patenschaften vor allem für minderjährige Flüchtlinge anbietet, noch ein Extra-Geschenk mitgebracht: eine besondere Ausgabe des „Kleinen Prinzen“.

Nicht um einen kleinen Prinzen, sondern um einen älteren Stammgast hat sich die NÖN-Leopold-Preisträgerin 2018 in der Kategorie Courage, die Kremser Bäckerei-Mitarbeiterin Angela Fischer, „gekümmert“, wie NÖN-Leopold-Laudator und NÖ Militärkommandant Martin Jawurek betonte. Und dem 78-Jährigen damit wohl das Leben gerettet.

Vielleicht ein Lebensretter, sicher aber ein „Ort der Wärme und der Begegnung“ ist das Theater, auf dessen Bühnen sich die NÖN-Leopold-Preisträgerin 2018 in der Kategorie Kultur „immer in Sicherheit gefühlt hat“: Andrea Eckert. Ihr Leopold, so die „hoch ausgezeichnete Schauspielerin“ und „toughe Festspielleiterin“, gehöre auch den Gutensteinern. Und für die werde sie sich mit all ihrer Kraft und all ihrem Mut in die Arbeit werfen – „da wird mich der heilige Leopold beflügeln“.

Beflügelt braucht der NÖN-Leopold-Preisträger 2018 in der Kategorie Sport nicht mehr werden. Schließlich ist Dominic Thiem („sein Ururgroßvater wurde Leopold gerufen“) am Centercourt längst Weltklasse. Und seit vergangener Woche auch dreifacher NÖN-Leopold-Preisträger. Und, so NÖN-Leopold-Laudator Alexander Antonitsch: „Es wird sicher nicht das letzte Mal sein!“

Das erste Mal am NÖN-Podium, aber schon ganz sicher, wo er seinen NÖN-Leopold hinstellen will, war der NÖN-Leopold-Preisträger 2018 in der Kategorie Wirtschaft, der Waldviertler Automobilzulieferer (aus Karlstein) und internationale Familienunternehmer („in vierter Generation“) Markus Pollmann: „Der wird bei uns sicher am Empfang stehen!“

Und bei den „wahren Helden“, den Volksschülern aus Wiener Neustadt, die auch eine Einladung zu einem „St. Pölten-Tag mit ordentlichen Schnitzeln“ bei NÖs Landeshauptfrau mit nach Hause nahmen? Bei denen wird der NÖN-Leopold „ganz stolz“ am Altar stehen. In ihrer St. Leopolds-Kirche. Am Leopoldi-Tag …