Stift Göttweig bietet "tolle Möglichkeiten" für ISK. Bianca Brantner verriet der NÖN, was es mit der neuen „Junior High School“ der International School Krems auf sich hat.

Von Petra Vock. Erstellt am 22. Januar 2021 (05:59)
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Die „Junior High School“ wird im Stift Göttweig untergebracht. Die Räume werden derzeit adaptiert.
Chris Leneis

Im Herbst startet in Göttweig die lang erwartete Fortsetzung der zweisprachigen katholischen Privatvolksschule der International School Krems. Die NÖN befragte dazu die pädagogische Geschäftsführerin Bianca Brantner.

NÖN: Warum ist es nicht, wie geplant, ein Gymnasium geworden, sondern eine Mittelschule?

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Bianca Brantner, pädagogische Geschäftsführerin der ISK.
Martin Kalchhauser

Bianca Brantner: Wir haben uns für eine Mittelschule/Junior High School entschieden, da unser bilinguales Angebot hier einer vielfältigeren Bandbreite von Schülern zugutekommt. Durch die konsequente Trennung in die Leistungsniveaus „AHS Standard“ und „Standard“ ab der 2. Schulstufe können wir die Schüler auf höchstem Niveau in Kleingruppen in ihren Stärken fordern und in ihren Schwächen fördern.

Was bedeutet das für Schüler, die die Matura anstreben?

Brantner: Nach der ISK-Mittelschule stehen den Kindern die Türen aller Bildungswege im Bereich der AHS und BHS offen. Hier hat Krems ja auch ein tolles, weit gefächertes Angebot.

Werden die Räumlichkeiten im Stift Göttweig derzeit adaptiert?

Brantner: Ja, wir haben schon begonnen, die Räumlichkeiten nach den gesetzlichen Richtlinien zu adaptieren. Ich schätze, bis Ende Mai werden schon Klassenräume zu besichtigen sein. Die Junior High School wird sich im Südtrakt des Stiftes befinden. Dieser ermöglicht die Schaffung von großzügigen Klassenräumen mit neuen, modernsten und flexiblen Schulmöbeln und mit Computern bzw. Tablets für jeden Schüler.

Die Junior High School ist eine echte Ganztagsschule. Heißt das, wie in der ISK-Volksschule wird es keine Hausaufgaben geben?

Brantner: Ja, auch die Junior High School wird als ganztägig verschränkte Ganztagsschule geführt, und das heißt, es gibt keine klassischen Hausübungen.

Was für Möglichkeiten bieten sich auf dem Areal von Stift Göttweig für die Erholungsphasen zwischen den Lernphasen?

Brantner: Für die Erholungsphasen bietet das Areal von Stift Göttweig sehr viel: einen Erlebnisspielplatz mit Slackline, einen Beachvolleyballplatz, einen Fußballplatz, Mountainbiketrail, einen Billardtisch, Tischtennistische, Fußballwuzzler, Skateboards, Basketballkörbe, einen Meditationsraum bzw. Ruheraum, eine komplett neue, modern möblierte Bibliothek, ... Die großzügigen Außenanlagen mitten in der Natur eröffnen viele weitere Möglichkeiten.

Wie viele Native Speaker wird es pro Klasse geben und in welchen Fächern kommen sie zum Einsatz?

Brantner: Durch den Einsatz von pädagogisch ausgebildeten Native Speakern wird Englisch in viele Unterrichtsgegenstände bilingual integriert, wie zum Beispiel in Geschichte, Biologie, Geografie, Bildnerische Erziehung, Musik, Werken, digitaler Grundbildung, und auch in der gemeinsamen Freizeit gelebt. Zum Start für die erste Klasse haben wir zwei bis drei Natives vorgesehen.

Bekommt die Junior High School einen eigenen Direktor?

Brantner: Ja. Wir haben hier schon Kandidaten im Auge, freuen uns aber natürlich über weitere Bewerbungen.

Wie werden die Kinder nach Göttweig kommen? Bieten Sie einen Shuttle-Bus an?

Brantner: Wir hoffen, dass es bald wieder eine öffentliche Verkehrsanbindung zum Weltkulturerbe Stift Göttweig geben wird. Bis dahin wird der Verein ISK einen kostenlosen Shuttle-Bus für unsere Schüler von Krems nach Göttweig und wieder retour organisieren.

Sind in der Junior High School auch Absolventen von Volksschulen ohne Englisch-Schwerpunkt willkommen?

Brantner: Ja, diese bekommen bereits in den Sommerferien in der ISK eine ein- bis zweiwöchige kostenlose intensive Summerschool geboten. Zusätzlich werden diese Schüler im ersten Schuljahr separat von den fortgeschrittenen Schülern in Englisch gefördert.

Das Schulgeld beträgt 450 Euro (inkl. Mittagessen) pro Monat. Wird es auch Stipendien geben?

Brantner: Ja, es gibt einen Stipendientopf. Für Anfragen dazu können mich interessierte Familien gerne jederzeit unter bianca.brantner@school-krems.at kontaktieren.